THEATERTREFFEN EXTRA: Elfriede Jelinek – Am Königsweg (Schauspielhaus Hamburg)

Also Elfriede Jelinek, österreichische Trägerin des Literaturnobelpreises! Seit vielen Jahren werden ihre Bücher immer wieder auf die Bühnen gebracht. So in München derzeit (noch) „Wut“, zu sehen am DIENSTAG! 22. Mai, 19.00 Uhr. HIER die Website der Kammerspiele zum Stück, mit Trailern.

Oder auch in Hamburg „Am Königsweg„, die Inszenierung von Falk Richter. Es sind meist extrem wüste Inszenierungen. Reinsetzen, vorbeiziehen lassen und ein paar Ansätze mitnehmen. HIER der Trailer aus Hamburg. Es ist zu viel meist, denke ich. Hier ein paar Bilder:

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Dieses mal gibt es sogar – sieht gar nicht so aus! – ganz ruhige Momente, wenn Ilse Ritter vom Stuhl aus oder vom Balkon aus als Elfriede Jelinek selbst das Wort ergreift. Motto: „Ich werde alt, habe nichts mehr zu sagen, meine Worte werden verschwinden. Also: „Wir lernen ja eh nicht dazu„, siehe Donald Trump. Es ist zu einem großen Teil ein Anti-Trump- Text. (Manchmal liest man nicht „Text“, sondern „Textfläche“, passt besser). Trump wird aber nicht namentlich genannt, man redet abstrakt ständig vom „König“. Der macht, was er will. Obwohl er ja gewählt wurde. Er führt sich auf wie wildgeworden. Wahrheit ist nicht mehr relevant. Tenor der Inszenierung: „Wir sind alle blind„. Siehe das Bild oben.  Und: „Wir meinen dauernd, etwas Neues zu schaffen, aber es ist immer das Alte! Weil nur das kennen wir ja und wir können ja nur etwas schaffen, das wir kennen! Das führt nicht auf einen guten Weg! Und was wahr ist, erkennen wir auch nicht mehr.

Am beeindruckendsten fand ich – nicht nur ich – Benny Claessens. Er ist die zentrale Figur der Inszenierung! Kritikerstimmen sind hingerissen. Er teilt ja das Publikum seit Jahren in begeisterte Fans und angewiderte Lächler, weil er extrem ist. Ein Berserker, der irgendwie auch seinen Charme hat. Er schimpft – brüllt – etwa mit irrer Power auf das Publikum ein. „Grandios“, „versetzte in Verzückung“ etc. liest man. HIER ein Interview mit ihm.

Und wie er über die Bühne geht! Mit einer ganz bestimmten unauffälligen Geste! Eine kleine Bewegung! Arroganz? Wurstigkeit? „Ihr könnt mich mal“? Oder nur Teil seiner Rolle in Am Königsweg? Der undemokratische König sagt heute ja auch: „Ihr könnt mich mal!“ Die Bühne gehört bei diesem Stück jedenfalls – emotional – hauptsächlich ihm. Er verabschiedet sich mit dem T-Shirt-Aufdruck: „Stop being poor“. Passt irgendwie, Trump und Co. werden es immer als „selbstgemacht“ ansehen, wenn man arm ist. Also hör auf damit!“

 

 

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LITERATUR: Daniel Galera – So enden wir

Daniel Galera, 39 Jahre alt, lebt in Porto Alegre (link HIER). Auch die Erzählung spielt in Porto Alegre. Ich habe sie gerne und gebannt gelesen, wollte gar nicht aufhören. Es ist nicht die Spannung der Story, es ist ein Blick auf eine verrückte Crew recht junger Leute, die viel davon erleben und machen und denken, was wir alle erleben, machen, denken. Stimmung unserer Zeit. Gut geschrieben – oder übersetzt. Es ist nicht ein durchgehender stringenter Handlungsfaden, es sind verschiedene realistische Szenarien, die zusammen die Story ergeben.

Es ist eine Ich-Erzählung aus DREI verschiedenen Perspektiven. Ist schonmal recht selten! Man folgt einer Gruppe von drei noch recht jungen BrasilianerInnen (zwei Männer, eine Frau), die sich nach Jahren am Grab des gemeinsamen Freundes treffen, Andrei (genannt Duke), der am genialsten war. Ein bisschen erwachsener sind sie geworden, aber gleichzeitig auch überhaupt nicht! Gibt uns das heutige zügellose Leben überhaupt die Chance, erwachsen zu werden?

Sie waren allesamt etwa 15 Jahre zuvor schon eine wilde, intellektuelle und exzessive Truppe mit junger Anhängerschaft, die sie durch eine Flut von Emails, die sie in die Welt gesetzt hatten, und später durch einen Blog gewonnen hatten. Andrei, der Gestorbene, ein Autor, Schriftsteller, war in bestimmten Kreisen eine Kultfigur.

Auffallend ist die schöne Direktheit der Schilderungen. So ist das Leben. Sie reden nach der Beerdigung über vergangene Zeiten, man liest über das Schicksal jedes einzelnen, man folgt ihnen zu einfachen und verrückten Situationen. Viele große Themen werden dabei immer wieder zwischendrin angepackt und gesehen: Die Zerstörung der Natur, der Kapitalismus, die Werbewelt (die uns alles vorgaukelt), die Änderungen unserer Beziehungswelten, Sex, Internet, Porno, die schwelende Angst vor der Zerstörung bzw. dem aufkommenden Ende der Welt, Hoffnungslosigkeit, Glaube an die Wissenschaft, an den Menschen. Und alles immer so nebenbei. Neben dem allgemeinen Leben, das so locker und direkt und frech und schonungslos offen geschildert wird. Schwerpunkt ist am ehesten: Die Internetwelt und damit die Veränderung unserer Gefühlswelt, unserer Beziehungsfähigkeit. Antero etwa hält einen Vortrag auf einer TED-Konferenz über sadomasochistische Ansätze (Marquis de Sade) in den Ideen der Werbebranche und schaut sich danach selber Sexvideos auf einem Pornopotal an. Und so weiter.

Ich finde: Das Buch ist wild und gut, ein Treffer!

HIER der link zur Suhrkamp-Seite des Buches mit Leseprobe.

THEATERTREFFEN EXTRA: Irgendwie „FAUST“ von Frank Castorf (Berliner Volksbühne)

Für den Zuschauer ein Erlebnis, aber auch eine Zumutung!

Ich war auf der allerletzten je gespielten Vorstellung von Frank Castorfs „Faust“ – Inszenierung. Es war eine der letzten Inszenierungen von Frank Castorf an der berüchtigten Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Die Theaterwelt war begeistert, dass diese Faust-Inszenierung auf dem Theatertreffen 2018 gezeigt wurde.

HIER ein Trailer. Reinsehen!

Und HIER ein link zur interessanten Besprechung der Inszenierung im Deutschlandradio Kultur.

Und HIER der link zur Website der Volksbühne mit Erklärungen und weiteren Trailern!

Man sagt, diese siebenstündige Inszenierung sei ein „Kunstwerk“. Jetzt verstehe ich es ein wenig: Kunstwerke kapiert man nicht immer, man fühlt nur, dass es ein „Kunsterk“ ist, oder? So war es auch hier! Ich habe ähnliche Stimmen vernommen. Ich habe nach 3 Stunden nichts mehr kapiert! Vom „Faust“ habe ich nichts mehr mitbekommen. Es ist natürlich nicht exakt die Geschichte „Faust“, die in der Inszenierung erzählt wird. Auch, aber wirr und wahnsinnig!!

Frank Castorf spannt ja wieder einmal einen weiten Bogen über viele, viele Themen. Und all die Themen (von Bismarck bis Algerien) werden hoch wortgewandt verarbeitet. Für den Zuschauer eben ein Erlebnis, aber auch eine Zumutung! Ein Parforceritt! In der Ankündigung des Abends hieß es ja auch nicht (im Gegensatz zu den Ankündigungen der anderen Stücke des Theatertreffens) „Faust von Johann Wolfgang Goethe“, sondern nur „Faust“. Typisch Castorf.

(Motto des Blogs ist ja: Theater muss doch nicht gefräßiger Konsum sein. Rausgehen und sich nur sagen: „Ein schöner Abend!“, das wäre doch Theaterzerstörung, Kunstzerstörung, Zeitverschwendung. So viel Zeit haben wir ja nicht! Schön ist, finde ich jedenfalls, wenn Theater anregt. Theater zeigt doch etwas aus der Gesellschaft. Toll ist es natürlich, wenn dann wunderbare Inszenierungen zu sehen sind. Und da gibt es – besonders am Theatertreffen, wo sich die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen deutschsprachiger Bühnen treffen – immer wieder Überraschendes, Vorstellungen sprengendes, wahrlich Großartiges!)

Ein „Kunstwerk“ ist der Faust von Castorf schon, kann man sagen! Allein die Schauspieler! Jeder verausgabt sich, wird auf der Bühne quasi wahnsinnig. Wer die Chance hat, künftig eine Inszenierung von Frank Castorf zu sehen, sollte sie nutzen! Frank Castorf bringt nach der Beendigung seiner 25-jährigen Intendanz an der Volksbühne jetzt pro Jahr noch eine Inszenierung am BE, dem Berliner Ensemble.

Jedes Bühnenbild bei Castorf ist ja ein toller Anblick – Drehbühne wieder – und es ist jedes Mal ein großes Werk, wie Castorf die Menschen auf der Bühne zu seinen Themen irgendwie kunstvoll in den Wahnsinn treibt! Wie immer übrigens bei Castorf war für den Zuschauer ein Großteil des Geschehens auf der Bühne wieder nur auf Videoleinwand zu sehen. Aber auch das war wieder fast durchgehend – besonders durch die schauspielerischen Leistungen, aber auch durch die Filmaufnahmen an sich – ein filmisches Erlebnis!

Andererseits: Frank Castorfs Art, Theater zu machen, ist fast veraltet! Warum? Man will, überlege ich, vielleicht nicht mehr unbedingt sehen, dass der Mensch im Prinzip wahnsinnig wird! Die Zeiten haben sich vielleicht wieder einmal geändert. Wir leben in Zeiten oder es kommen vielleicht Zeiten, in denen es darum geht, gerade nicht wahnsinnig zu werden! Daher: Man betreibt fast schon Theatergeschichte, wenn man Castorfs Inszenierungen anschaut. Er hat die deutsche Theaterlandschaft zwar über 25 Jahre lang geprägt, bald kommt aber Neues. Besser: Es kommt jetzt schon Neues, theatermäßig, wird auch dringend gebraucht!

Also: Diesmal habe ich keinerlei Erkenntnis mitgenommen, außer, dass sich die Zeiten ändern!

Von meinem iPad gesendet – Blog: www.

THEATERTREFFEN EXTRA: Bertolt Brecht – Trommeln in der Nacht (Münchner Kammerspiele)

Samstag, 19. Mai, 20:15 Uhr: „Trommeln in der Nacht“ von und nach Bertolt Brecht. Wo? 3sat brachte eine Aufzeichnung des Stückes aus der 10er-Auswahl des diesjährigen Theatertreffens. Es ist ab Samstag dann für mehrere Tage in der 3sat – Mediathek zu finden.

UND: Da Bertolt Brecht angeblich im Nachhinein mit dem Ende des Stückes unzufrieden gewesen sein soll, hat der Regisseur Christopher Rüping an den Münchner Kammerspielen zwei Versionen auf die Bühne gebracht. „Von“ und „nach“ Bertolt Brecht. Beide Versionen unterscheiden sich im fünften und letzten Akt. Diese beiden letzten Akte können schon jetzt in der Mediathek von 3sat angesehen werden!

HIER das Ende der Version „von“ Bertolt Brecht. HIER  das Ende der Version „nach“ Bertolt Brecht.

Ich hatte schon nach der Premiere in München über die Version „von Bertolt Brecht“ geschrieben. HIER der damalige Blogbericht. Und auch über die Version „nach Bertolt Brecht“ hatte ich damals geschrieben. HIER auch dazu mein damaliger Blogbericht.

Copyright des Beitragsbildes: Julian Baumann, Kammerspiele

THEATERTREFFEN EXTRA: BEUTE FRAUEN KRIEG (Schauspielhaus Zürich)

Es sind mindestens vier Geschichten der griechischen Mythologie, die eng miteinander verwoben sind: Wir haben immer wieder von den Einzelteilen gehört. Thema der Inszenierung BEUTE FRAUEN KRIEG von Karin Henkel sind drei Teile davon.

ERSTE STORY: Die Opferung der Tochter Iphigenie durch Agamemnon, den griechischen Herrscher in Mykene. Er opfert sie, da er nur so Wind für seine zahlreichen Schiffe auf dem Weg nach Troja bekam.

Und die ZWEITE STORY: Der Raub der schönen Helena durch Paris. Der Anlass des trojanischen Krieges: Paris war ein Sohn des Königs von Troja, Priamos, und seiner Frau Hekabe. Bruder von Kassandra. Helena war Griechin. Sie galt als schönste Frau der Welt und war verheiratet mit dem griechischen Heerführer Menelaos.

Eine DRITTE GESCHICHTE ist dann, dass der Grieche Agamemnon nach zehnjähriger Belagerung Trojas nach Hause kam und feststellen musste, dass seine Frau Klytämnestra bereits mit einem anderen, mit dem Nebenbuhler Aigisthos, zusammen war. Beide töten Agamemnon.

Und hier beginnt die VIERTE GESCHICHTE. Die Geschichte von Elektra und Orest. Beide waren – neben Iphigenie – Kinder von Klytämnestra und Agamemnon. Sie trauern um ihren ermordeten Vater und rächen ihn. Sie töten Klytaimnestra. Alles hängt also zusammen.

Übrigens hängt ja auch die Odyssee damit zusammen. Die Irrfahrten des Odysseus auf der Heimkehr nach dem trojanischen Krieg. „Die Odyssee“ hieß ja eines der anderen Stücke des Theatertreffens 2018, siehe HIER meinen Beitrag.

In BEUTE FRAUEN KRIEG, Inszenierung von Karin Henkel am Schauspielhaus Zürich,  werden die ersten drei Stories zum Thema. HIER ein link zu einem Trailer! Es geht um das Leid der Trojanerinnern, die nach dem Untergang ihrer Stadt von den Griechen verschleppt und vergewaltigt wurden. Die Trojanerinnen – etwa Kassandra – als Racheobjekte der Griechen. Zum anderen geht es um die Opferung von Iphigenie durch den Vater Agamemnon. Und es geht um die schöne Helena. Der Elektrakomplex und die Tötung Agamemnons durch seine Frau und Aigisthos kommen dagegen nicht zum Tragen. Die Inszenierung geht zurück auf „Die Troerinnen“ von John von Düffel und „Iphigenie in Aulis“ von Soeren Voima.

Gespielt wurde in den beeindruckenden riesigen Rathenauhallen, 20 Meter hoch? Am südöstlichen Rand Berlins.  Abgetrennt war der Teilraum des Theaters durch riesige schwarze Tücher. Cool! Von wegen Plüschsessel oder gediegenes Theaterhaus oder ähnlich. Bierbänke und kahle Wände! Eine langgezogene Bühne, wie ein Laufsteg. Der Laufsteg wurde  bald durch herabgesenkte Trennwände dreigeteilt. Erst im zweiten Teil wieder vereinheitlicht. Schon das ist eine Idee, die das Interesse auf die einzelnen Stories fokussierte.  Auf jedem Teil der dreigeteilten Bühne wurde ein Teil der obigen Troja-Geschichten verhandelt. Die Zuschauer hatten Kopfhörer und konnten immer einen Teil sehen und hören. Man wechselte zweimal die Plätze, sodass man doch alles sehen konnte.

Schauspielerisch von allen – wirklich allen – großartige Leistungen! Ich würde besonders Kate Strong als Hetäre nennen, die immer wieder – auch auf Englisch – auf die Beteiligten beeindruckend einredete, hinterfragte, es in den Griff zu bekommen versuchte. Großartige Schauspielerleistungen! Nichts wirkte gekünstelt! Es läuft noch (wenige Male) am Schauspielhaus Zürich!

Das Thema von BEUTE FRAUEN KRIEG ist ja völlig zeitlos: Die „Rolle“ der Frau. Die Zeitlosigkeit kommt in der Inszenierung etwa durch Fritz Fenne (als Odysseus) zum Ausdruck, der manchmal mit modernem kabellosem Mikrofon durch die Räume geht und erzählt.

Sehr aktuell ist das Thema durch die bekannte „#me too -Debatte“.

Etwas zurück: Das Thema des Feminismus in früheren Zeiten wird ja auch gerade an den Münchner Kammerspielen aufgegriffen! August Strindbergs „Der Vater“, der sich gegen aufkommenden Feminismus sträubt. 19. Jahrhundert. HIER mein Blogbeitrag dazu!

Weit zurück: Weit zurückgehend – vier Jahrhunderte vor Chrisi Geburt! – ist die Rolle der Frau eben nach dem trojanischen Krieg revolutionär von Euripides aufgegriffen worden.

Da habe ich zwei Überlegungen:

Erste Überlegung:

Sehr beeindruckend wird das Los der trojanischen Frauen ja auch im Roman „Kassandra“ von Christa Wolf beschrieben. Absolut subjektiv und komplett aus Sicht von Kassandra, die der Grieche Agamemnon für sich beansprucht. Sie rekapituliert alles auf dem Schiff, gefesselt auf der Fahrt zu Agamemnon. Ein Muss für Literaturfreunde! Ich dachte an das Buch: Auch in BEUTE FRAUEN KRIEG wird ähnlich subjektiv das Leid der Trojanerinnen gezeigt. Aber aus der Sicht mehrerer Frauen: Hekabe, Iphigenie, Helena, Andromache (Frau des Trojaners Hector, deren Kind getötet wird).

Zweite (freche) Überlegung:

Von „Rolle der Frau“ zu reden, hat ja schon einen machohaften Anklang. Frauen leben – Behauptung! – nebenbei auch in einer anderen Welt. In einer anderen Sphäre. Das enthebt sie vom männlichen Gehabe! Das ist das Problem der Männer. Es mag damit zusammen hängen, dass Frauen Kinder bekommen und daher irgendwie näher am Leben der Welt sind. Führen Frauen Krieg? Nein! Ziehen Frauen in den Krieg? Nein. Ich glaube, Kriegsgelüste waren und sind „weltliche“ Männersache. Sich behaupten, kämpfen, der Drang des Männlichen. Männer wollen sich beweisen. Im Grunde gegenüber der Mutter? Wunderbar wird in BEUTE FRAUEN KRIEG gezeigt, wie aber die Männer dabei – bei ihren machomäßigen Entscheidungen – in Probleme geraten. Iphigenies Opferung durch Agamemnon etwa. Die Frauen konnten das Treiben der Männer nur beobachten. (Aber gab es wenigstens griechsche/römische Schriftstellerinnen? Wohl nicht einmal das!) Und das Problem war  – jedenfalls früher! -, dass die siegreichen Männer die Frauen nach ihrem Belieben in ihre weltliche Welt gezogen haben. Aus Trotz, die Frau als Opfer, um dem/den Unterlegenen erst recht eins auszuwischen. Verschleppt und vergewaltigt nach Trojas Zerstörung zum Beispiel. Das Leid der Frau nach der Zerstörung Trojas, das große Thema von BEUTE FRAUEN KRIEG.

Aber eigentlich ist es auch heute noch Thema.

Siehe Jugoslawien/Serbien. Das Machogehabe der Männerwelt.

Siehe Islam. Gerade, weil es meist – vermute ich – doch die Männer sind, die den Frauen „diktieren“, sich zu verschleiern, ist es – auch wenn es religiös begründet wird – meines Erachtens doch vielleicht ein Thema der weltlichen Welt der Männer. Frauen sollen sich in der Welt der Männer verschleiern und sie können sich dem bis heute kaum widersetzen – sofern sie es wollen. Wobei:  Ich finde Frauen mit Kopftuch – nicht ganz versteckt hinter der Burka – ja oftmals wahnsinnig schön!

Siehe auch #me too.

Frauen leben in zwei Welten, Männer nur in ihrer weltlichen. Das verunsichert den Mann. Macht aggressiv. Was für eine These! Ich Psychologe!

Die Zeiten haben sich insoweit geändert. Frauen wollen mehr und mehr weltlich gleichberechtigt leben. Das ist dann Feminismus. Etwa in der Berufswelt. Etwa in der Bundeswehr. Warum auch nicht! Nicht, weil die Frauen ihre sphärische Welt verändern oder den Unterschied zwischen der sphärischen Welt und der weltlichen Welt ändern oder aufheben wollen. Nein. Sondern es geht dann beim Thema Feminismus um die „Rolle“ der Frau in der weltlichen Welt. Wie gesagt: Die Überlegungen, welche „Rolle“ die Frau innehat, ist – auch wenn es sich bei der Frage vordergründg um die Frau dreht – dann mindestens auch eine Männerfrage. Feminismus ist ein Männerthema! Männer haben ein Problem! Frauen haben Männern etwas voraus, nämlich eine eigene Welt. Und die weltliche Welt den Männern zu überlassen, wäre zerstörerisch. Das wurde auch wunderbar deutlich in BEUTE FRAUEN KRIEG. Die „Rolle“ der Frau in der weltlichen Welt ist wichtig. Wirklich volle Gleichberechtigung und so weiter. Aber können die Männer „Rollen“ vergeben?

HIER noch der link zur (guten) Website des Schauspielhauses Zürich zu diesem Stück.

Copyright des Beitragsbildes: Toni Suter, Schauspielhaus Zürich

THEATERTREFFEN EXTRA: Georg Büchner – Woyzeck (Theater Basel)

Er war im vergangenen Jahr mit seiner Inszenierung Die Räuber von Friedrich Schiller zum Theatertreffen eingeladen. HIER der link zu meinem damaligen Bericht. Jetzt ist er wieder eingeladen, Regisseur Ulrich Rasche.. Mit der Inszenierung am Theater Basel von Woyzeck, Georg Büchner. Es ist exakt dasselbes Konzept wie im vergangenen Jahr bei „Die Räuber“: Intensive Textwidergabe, fast wörtlich, diesmal auf sich drehendem Untergrund. Die Schauspieler schwarz gekleidet, zum Teil an langen Schnüren angegurtet. Dazu monotone Musik im Hintergrund. Langweilig? Nein, man konzentriert sich auf den Text! Es lohnt, den Text mitzulesen. Das Besondere der Inszenierung ist, dass JEDES einzelne Wort des Textes seinen eigenen Platz bekommt. Wort für Wort sprechen sie betont deutlich und langsam, was durch die Monotonie des Bühnengeschehens seine intensive Wirkung erhält. Das macht es aus! In der Begründung der 10er.Auswahl hieß es auch:

… Inszenierung, die eigentlich eine präzise getaktete Maschine ist, in der Sound, Wort und Bewegung wie ein gut geschmiertes Räderwerk ineinandergreifen und sich gegenseitig dynamisieren

Es ist ja im Grunde eine Eifersuchtsstory, basierend auf einem damaligen Mordfall. Wikipedia schreibt aber:

Es reicht jedoch nicht, sich auf Woyzecks Eifersucht gegenüber dem Tambourmajor zu beschränken. Eine große Rolle spielen auch die gesellschaftlichen Hintergründe, ganz besonders die ständische Gliederung der Gesellschaft. Deutlich wird dies vor allem mit einem Blick auf die Personenkonstellation und die Sprache von Büchners Figuren.

Woyzeck wird in dieser Gesellschaft unterdrückt und gedemütigt, was sich in den Beziehungen zu dem Hauptmann, dem Doktor, aber auch dem Tambourmajor widerspiegelt: zum Hauptmann, der Woyzeck aufgrund seiner ärmlichen Herkunft und seines unehelichen Kindes mit Marie als „unmoralisch“ bezeichnet; zum Doktor, der ihn als Versuchsobjekt ansieht und zur gesundheitsschädigenden Ernährung zwingt, dessen Experimenten sich Woyzeck jedoch nicht entziehen kann, da er auf diesen Nebenverdienst angewiesen ist, um seine Familie zu ernähren; zum Tambourmajor, der Woyzeck gegenüber keinen Respekt erweist und ihn sowohl öffentlich als auch privat lächerlich macht.

Das Schauspielerische wird von der Monotonie der gesamten Inszenierung verschluckt. Was auch passiert, es sind bei den ständig monoton auf der Drehfläche gehenden Schauspielern nur Nuancen, die die unterschiedlichen Stimmungslagen ausmachen. Nicht leicht!

HIER der link zur Seite des Stückes auf der Website des Theater Basel. Ich hatte es nicht live, sondern auf 3sat gesehen.

WENIGE TAGE WIRD ES NOCH ZU SEHEN SEIN IN DER MEDIATHEK VON 3SAT. Daher hier der schnelle Post. HIER der link zum Stück in der Mediathek von 3sat.

Copyright des Beitragsbildes: Sandra Then, Theater Basel

THEATERTREFFEN EXTRA: Die Odyssee – nach Homer (Thalia Theater Hamburg)

Noch ein paar Tage lang kann man auf 3sat Die Odyssee – Eine Irrfahrt nach Homer, Inszenierung am Thalia Theater in Hamburg von Antu Romero Nunes, sehen. In der Mediathek kann man sie abrufen. Wer einen feinen, lustigen Theaterabend haben möchte, sollte es sich ansehen.

In der Ankündigung auf 3sat heißt es zurecht: „Einer der lustigsten Theaterabende seit langem, da sind sich Publikum und Kritiker einig.“

Die Söhne von Odysseus, Telegonos und Telemachos, treffen sich zur Beerdigung des Vaters. Es geht nur wenig um die Irrfahrten des Vaters. Es sind eher die Dialoge der Brüder, die sich nicht kannten. Sporadisch tauchen aber immer wieder Anspielungen an die Odyssee auf. Auch wenn nur der Name Achill fällt. Oder wenn sie den Kriegerhelm von Odysseus aus dem Sarg holen. Oder wenn die Söhne das heldenhafte Kriegsgeschrei des Vaters nachahmen. Sie sprechen übrigens in einer Kunstsprache!

Die beiden Söhne gehen unterschiedlich mit ihrer Situation um. Jeder staunt immer wieder über den anderen. Jeder lässt sich vom anderen mitreißen. Telegonos, mit Zauberfähigkeiten ausgestattet, sieht alles etwas unbedarft. Telemachos dagegen sieht alles um Einiges ernster. Es geht irgendwie darum: Die Odyssee könnte im Rückblick Quatsch sein – es wird aus damaliger Sicht aber alles auch unglaublich heroisch gewesen sein. Im Hintergrund der Bühne hängt auch ein großes Bild des grimmig dreinblickenden Kirk Douglas, Darsteller von Odysseus. Und genauso das Leben: Es könnte alles Quatsch sein – es ist aber nun einmal da.

Dieses Hin und Her der Gefühle zwischen Ernst und Quatsch spielt sich zwischen Telegonos und Telemachos am Sarg von Odysseus ab. Es ist eigenartig kindlich humorvoll und andererseits erwachsen ernst und demütig. Zeitlos ist es und verglichen wird es ansatzweise mit „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett. Nur im Kern einfach humorvoller. Ich habe auch lange nicht mehr an einem Theaterabend trotz des schweren Titels „Die Odyssee“ so oft schmunzeln oder auflachen können.

Copyright des Blogbildes: Armin Smailovic, Thalia Theater

THEATER: Theatertreffen 2018

Es folgt die Zeit des Theatertreffens 2018. Ich werde am Montag nach Berlin fahren und am Ende fast alle Stücke der 10er – Auswahl gesehen haben. Berichte werden jeweils folgen. Manches Stück wird ja noch an der jeweiligen „Herkunftsbühne“ zu sehen sein. Wer auch etwas dazu schreiben möchte, mag sich gerne unter „Kommentar hinzufügen“ äußern. Dies sind die Stücke (mit links zu Trailern und mehr):

Sehen kann ich:

FAUST Regie Frank Castorf (Berliner Volksbühne)

BEUTE FRAUEN KRIEG  unter Verwendung von „Die Troerinnen“ von John von Düffel (nach Euripides) und „Iphigenie in Aulis“ von Soeren Voima (nach Euripides), Regie Karin Henkel (Schauspielhaus Zürich)

AM KÖNIGSWEG von Elfriede Jelinek, Regie Falk Richter (Deutsches Schauspielhaus Hamburg)

DIE ODYSSEE von Homer, Regie Anton Romero Nunez (Thalia Theater Hamburg)

WOYZECK von Georg Büchner, Regie Ulrich Rasche (Theater Basel)

DIE WELT IM RÜCKEN nach dem Roman von Thomas Melle, Regie Jan Bosse (Burgtheater Wien)

Gesehen und darüber im Blog geschrieben habe ich bereits über:

MITTELREICH nach dem Roman von Josef Bierbichler, Regie Anta Helene Recke und Anna-Sophie Mahler (Münchner Kammerspiele)

TROMMELN IN DER NACHT von und nach Bertolt Brecht, Regie Christopher Rüping (Münchner Kammerspiele)

RÜCKKEHR NACH REIMS nach dem Roman von Didier Eribon, Regie Thomas Ostermeier (Schaubühne am Lehliner Platz, Berlin)

Nicht gezeigt werden kann leider

NATIONALTHEATER REINICKENDORF von Vegard Vinge und Ida Müller (kein Spielort)

Außerdem werde ich vom „Stückemarkt“ sehen:

FRESQUE vom Kollektiv Old Masters

und möglicherweise:

DIE BENENNUNG DER TIERE  von Leon Engler

Ein großes Programm.

 

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THEATER: August Strindberg – Der Vater

Es war die 20. Premiere in dieser Spielzeit, alle drei Bühnen der Münchner Kammerspiele inbegriffen! 1887 wurde August StrindbergsDer Vater“ uraufgeführt. Jetzt hat es Nicolas Stemann in München auf die Bühne des großen Spielhauses der Kammerspiele („Kammer 1“) gebracht. Auf den ersten Blick eine unspannende Wahl. August Strindberg ist übrigens vor fast exakt 106 Jahren, am 14. Mai 1912 in Stockholm gestorben. Ich habe das Stück gesehen und gelesen.

Auch das (kurze) „Drama“ liest sich auf den ersten Blick harmlos und unspektakulär. Eine banale Geschichte, wonach die Frau des Rittmeisters es schafft, ihn durch ihre starke weibliche Stellung in den Tod zu treiben. Aufhänger der Geschichte ist, dass der Vater unsicher wird, ob er wirklich der Vater der „Tochter“ Berta ist. Und Aufhänger ist, dass seine Frau Laura der Tochter Berta eine andere Ausbildung zukommen lassen möchte, als der Vater. Er kommt damit nicht zurecht. Doch das ist nur der erste Blick. Schon das Buch enthält interessante Aussagen zum Verhältnis Mann – Frau.

Es ist sicherlich nicht leicht, vor allem diesen zweiten, tieferen Blick auf das Verhältnis Mann – Frau auf die Bühne zu bringen. Nicolas Stemann hat es mit gemischtem Erfolg, wie ich finde, versucht. „Feminismus“ sagt man heute schnell. Gleichzeitig ist aber alles immer auch eine Frage des Patriarchats. Man denke da nur an die Sicht islamisch denkender Menschen auf die Rolle der Frau! Ein Riesenthema. August Strindberg hat das Stück wohl so verstanden, dass es „antifeministisch“ genannt werden konnte. Der Mann das Opfer, der „Sklave“, wie der Rittmeister sagt. Strindberg redet aber auch über einen sehr psychologischen Ansatz: Der Mann und die Mutter und der Mann, der sein Leben lang versucht, etwas zu machen, um sich zu beweisen. Er sagt:

Ich, der in der Kaserne und vor der Truppe der Befehlende war, ich war bei dir der Gehorchende und ich wuchs an dir, ich sah zu dir auf wie zu einem höher begabten Wesen und ich hörte auf dich, als wäre ich dein unverständiges Kind.

Da steckt Einiges drin. Nicolas Stemann versucht, den Aspekt hervorzuheben, dass der Feminismus natürlich auch Probleme der Männerwelt beinhaltet. Auf der Leinwand verschmelzen – siehe das Beitragsbild – das Gesicht der Frau (Julia Riedler) und des Mannes (Daniel Lommatzsch) zu einem Gesicht. Eigentlich sieht wohl auch Strindberg schon, dass Feminismus etwas mit den Männern zu tun hat. Sehr interessant sind auch die Verbindungen zu heutigen Diskussionen (etwa die #me-too-Bewegung). Das Thema ist ja absolut zeitlos, aktuelle Bezüge kommen aber bei Stemann nur zaghaft auf die Bühne. Hätte man hier nicht viel viel mehr auf die Bühne bringen können? Hätte man hier nicht viel aufgewühlter das Theater verlassen müssen? Einen interessanten Einblick in heutige Gedanken zum „Feminismus“ geben jedenfalls die im Programmheft abgedruckten Gespräche mit Nicolas Stemann und mit der Kulturwissenschaftlerin und Autorin Mithu Sanyal (ihre Arbeiten kreisen schon immer auch um das Thema Feminismus). Hier liest man von vielen Aspekten des Themas!
Zur Inszenierung: Stemann-typisch eine Bühne, die keine Räumlichkeit zeigt, sondern eine bespielbare Fläche (grellgrüner Boden, aus dem bewegliche Stehlampen ragen), dazu einzelne Gegenstände auf der Bühne (ein Sofa, später ein Tisch, ein Fernsehapparat,) sphärische Musik (seine bekannten beiden Musiker Thomas Kürstner und Sebastian Vogel kommen immer wieder auf die Bühne und begleiten mit fast drohenden Klängen das Spiel), die SchauspielerInnen übernehmen mehrere Rollen (sie sind Schauspieler und Rolle zugleich), auf besonders großer Fläche (ein Vorhang) werden teils die Schauspielerinnen  schwarz-weiß in Video gezeigt. Schöne Bilder, Julia Riedler sehr überzeugend. Inhaltlich hangelt sich der Abend erstaunlich nahe an Strindbergs Stück entlang. Wie gesagt: Da hätte Provokanteres, Mutigeres kommen können. Ansonsten: Überzeugend spielte neben Julia Riedler (sie kommt hier viel mehr in ihre „Rolle“ als etwa im „Wartesaal“, finde ich) besonders am Ende Wiebke Puls mit langem Monolog (siehe das Blogbild).

 

Copyright des Beitragsbildes: Thomas Aurin

POLITIK: Kulturelle Teilhabe

Im aktuellen Beitrag über den Ballettabend im Bayerischen Nationaltheater (Anna Karenina, HIER der link) hatte ich geschrieben, auch solche kulturellen Erlebnisse sollten eigentlich nicht nur Wohlhabenden offen stehen. Kunst sollte nicht elitär sein. Um diesen Ansatz nicht ganz verpuffen zu lassen, schlage ich heute noch einmal in diese Kerbe:  HIER der link zu einem engagierten Gespräch vom 27.06.2017 mit dem Intendanten des Schauspiels am Dortmunder Theater, Kay Voges, über kulturelle Teilhabe. Es gälte,

… Wege zu finden, Teilhabe an der Kultur für jedermann zu ermöglichen„,

sagte er in einem Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur. Zu schade: Auf dem letztjährigen Theatertreffen war Borderline Prozession, ein sehr besonderes Stück des Theatermachers Kay Voges, neben Pfusch von Herbert Fritsch das einzige Stück der 10er-Auswahl, das ich nicht sehen konnte.

Kay Voges sagt auch:

Ich könnte mir vorstellen, dass alle Hartz-IV-Empfänger eigentlich eine Freikarte in der Tasche haben müssen und sagen, ich kann, so oft ich möchte ins Theater gehen, ins Konzert gehen, ins Ballett gehen, in die Oper gehen, in die Bücherei gehen, das ist mein Recht. Wenn ich nicht so viel habe, dass ich mir es leisten kann, dann darf ich da auch kostenlos herein.

Oder:

„.. ich glaube, Mündigkeit ist ja so eins der großen Ideale und etwas, was so notwendig ist in Zeiten von schnellen Antworten oder von Populismus, wo nicht mehr eine Differenzierung stattfindet. Und ich glaube, das Theater ist genau der Ort, an dem diese Mündigkeit gelernt werden kann, wo wir nicht ein Klischee oder eine Parole präsentiert bekommen, sondern wo auf einmal Debatten stattfinden, wo verschiedene Perspektiven aufgezählt werden können, wo ich als Zuschauer mich in verschiedene Rollen und in verschiedene Antworten hineinversetzen kann und dadurch Mündigkeit erlernen kann.

Ich finde, das hat Berechtigung. Kunst ist für alle wichtig! Zumindest ein nicht zu kleines Kontingent derartiger Freikarten sollte es geben. Ich muss mich allerdings erst einmal erkundigen, wie es derzeit gehandhabt wird. In München etwa gibt es so etwas wie den München-Pass, der in diese Richtung geht. Man weiß es nur kaum.

Wie läuft es in anderen Städten? Schreibt es mir bitte! Oben rechts auf die Sprechblase klicken.

 

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