Kammerspiele: Piketty lesen III

Wie gesagt: In den Kammerspielen wird alle 14 Tage weiter gelesen in diesem auch angeblich von Barack Obama gelobten Buch. Zwei junge VWL-Experten suchen die wesentlichen Passagen heraus, die gemeinsam gelesen werden, und sprechen über die Anmerkungen der Leser. Am Montag war erst der Erste Teil des Buches dran: Einkommen und Kapital.

Weiterhin viele Fragen, noch keine Antworten: Piketty stellt vor allem die Frage, warum eigentlich zwischen dem Arbeiter, der die „Rendite “ erarbeitet, und demjenigen, der sie erhält, so ein großer Unterschied sei. Das war schon immer so. Früher landete die Rendite der Arbeit beim Grundbesitzer, dann beim Eigentümer der Maschinen und heute ... . Die Frage, ob nicht die Erschaffer des Kapitals irgendwie mehr oder anders an der Rendite beteiligt sein sollten, ist in der Tat ein interessanter Ansatz.

Übrigens: Im verlinkten Interview der beiden Urheber des uraufgeführten Hörspiels zum 100ten Geburtstag des Dada(ismus) (siehe Blogeintrag) sprechen diese von der zunehmenden „Diktatur des Kapitals“. Mal sehen, was Piketty uns sagt. „… stellt sich die Frage, welche Verteilung der Wertschöpfung zwischen Arbeit und Kapital ‚richtig‘ ist“, schreibt er ja auch. Er nennt einige Faktoren, die man dabei beachten muss, etwa, dass ja immer wieder Investitionen erforderlich sind etc. Und: Die Unterschiede innerhalb der Gruppen Arbeitseinkommen und Kapitalbesitz lässt er erst einmal unbeachtet, sagt er. Das wars schon wieder.

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