MUSIK DER WOCHE: Jimi Hendrix

Ein Gefühl, wie etwas entsteht: Es geht leise, langsam, zaghaft – durchaus schön – los und steigert sich. Es muss sich steigern. Es kann nicht zaghaft bleiben. Es ist erst entstanden, ist zu etwas geworden, wenn es gesteigert ist, gewaltig gesteigert. Erst dann. Damit haben wir immer zu tun, überall. So auch Jimi Hendrix  mit dem kurzen Song „Slipping down to universe“:

Musiktipp der Woche

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Kann Sprache Karneval?

Der Pinguin mit dem blau-gelben Fell griff nach der eckigen Glasflasche und schleuderte sie auf das geschlossene Fenster. Sie klatschte zuerst kurz gegen die orangefarbene Wand neben dem Fenster, blieb aber unversehrt. Dann flog sie weiter, durch die Wand hindurch, hinaus auf die Straße. Obwohl er gleich darauf in das andere Zimmer rollte, der Pinguin, sah er ganz genau vor sich, wie sie auf den gelben Asphalt fiel. Immer noch unversehrt, nur ein bisschen verformt, verbeult, lag sie jetzt direkt vor dem Mann, der gerade am Haus vorbei schwebte, knapp über dem Boden. Laute Musik brodelte und erzeugte Wärme. Der Mann und auch die anderen Passanten schwitzten etwas. Er aß gerade eine rote Banane, die halb abgezogene blaue Schale hing seitlich herunter. Der Pinguin drehte sich zum Fenster und sang laut vor sich hin. Der Mann wiederum hörte es, obwohl er grüne Kopfhörer trug, hob die Flasche auf und blickte zum Pinguin, den er durch die Wand hindurch sah. Er rief zum Pinguin hinauf „Was gibt’s?“. – Der Pinguin antwortete: „Nichts. Ich brauche nichts“. – Der Mann wieder: „Na gut, mach ich. Wie viel?“. – Der Pinguin: „Mindestens eine Portion, damit es für heute reicht“. – „Verstehe“, sagte der Mann und schwebte um die Ecke. Kurze Zeit später kam er zurück, er kam dieses Mal von oben. In der rechten Hand hielt er eine kleine Tüte voll Nichts. Er griff hinein und probierte. „Also mir schmeckt das nicht“, sagte er. „Es schmeckt so glatt!“ Der Pinguin saß mittlerweile am Tisch. „Ist ja auch für mich, nicht für Dich. Und vielleicht haben sie es etwas gewürzt, dann schmeckt es anders, irgendwie wie Wasser, das zu nass gemacht wurde“, sagte er. „Ok“, sagte der Mann und reichte dem Pinguin die Tüte. Durch die Wand hindurch. Es begann gerade, winzige runde, bunt leuchtende Butterflocken zu regnen. „Vorsicht, heiß“, fügte er hinzu. Der Pinguin griff die Tüte und schüttete das Nichts schwungvoll in die Schüssel, die vor ihm lag. Ein kleiner Teil davon spritzte auf den Boden, war aber schon verschwunden, als der Pinguin danach schaute. Er ließ es sich dann gut gehen, der Tag war damit gerettet. Der Mann hatte etwas Gutes getan und der Pinguin war zufrieden. Ein ganz normaler Vorgang, so kurz vor Rosenmontag.

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THEATER: Kammerspiele – No Theater

Ein Beitrag eher für Münchner:

Am Samstag war wieder eine: Uraufführung des Stückes „Nō Theater“ des japanischen Autors Toshiki Okada in den Münchner Kammerspielen. Ich verlinke hier zur zuerst erschienenen Besprechung auf www.nachtkritik.de, in der man auch ein paar der Einzelheiten zu der alten traditionellen japanischen Form des No Theater lesen kann.

Es geht – grob gesagt – im streng formalisierten Nō Theater darum, dass die Geister verstorbener Menschen in der aktuellen Welt noch Dinge erledigen müssen, um das Leben des Verstorbenen wirklich abschließen zu können. Der verstorbene Mensch befindet sich also noch in einem Übergang. Daher stellt in diesem Stück die Bühne sehr gut passend und beeindruckend eine U-Bahn-Station in Tokio dar, die U-Bahn ist nun einmal gerade in Japan Ort des Übergangs, jeder kommt und geht woanders hin.

Mein Eindruck zum Stück: Die Münchner Kammerspiele schaffen Wunderbares, WENN man sich darauf einlässt. Wieder einmal wurde der Zuschauer durch ein sehr besonderes Stück in einen speziellen, eigenen und dadurch wertvollen Zustand versetzt. Man kann das Theater bereichert verlassen. Allein das Erleben dieses Zustandes ist das Stück wert! Es muss nicht immer das schnell gedachte Konsumergebnis „Es war eine Klasse-Umsetzung des Klassikers xy“ am Ende stehen, um zu überzeugen!

Es wird Ruhe produziert, das Geschehen wird ungewohnt und wohltuend entschleunigt, mit einer gewissen Zartheit und Zurückhaltung – typisch japanisch? – werden schwere aktuelle Probleme der japanischen Gesellschaft angesprochen. Von den Geistern zweier Verstorbener, auf zwei unterschiedlichen U-Bahn-Stationen in Tokio. Perplex beobachtet ein junger Mann (Thomas Hauser) die Lage, wird in die Atmosphäre des Stückes hineingezogen.Wie alle Regiearbeiten Okadas ist „Nō Theater“ dabei geprägt von der Diskrepanz zwischen Bewegung und Sprache. Die Schauspieler tragen meist statisch stehend mit unbewegten Mienen ihren Text vor. „Mal hebt sich ein Fuß, mal greifen Hände in die Luft, mal beugt oder wiegt sich ein Körper sachte“, schreibt zurecht Petra Hallmayer auf http://www.nachtkritik.de. Auch dies sind Elemente des japanischen Nō Theaters.

Inhaltlich: Man wurde mit Problemen konfrontiert, die sicherlich besonders auf der japanischen Gesellschaft lasten. Warum wird es bei uns gezeigt? Nun, etwa weil viele Japaner hier leben und zu uns kommen. Oder einfach aus Interesse an der japanischen Denkweise und Gefühlslage, als immer nötiger werdender Blick über den Tellerrand. Oder auch, weil es sich lohnt zu überlegen, ob es nicht genausogut Probleme unserer Gesellschaft sind (Tenor: Das grenzenlose Treiben des Finanzwesens – „the bubble“ – und der Feminismus zerstören die Zukunft der japanischen Gesellschaft!). Oder, weil es einfach auch interessant ist zu lernen, dass man auch sehr reduziert – mit dem ruhigen Abstand der Geister – Probleme betrachten und angehen kann, nicht hektisch nach Lösungen greifen muss, die die nächsten Fehler beinhalten. Auf einen abschließenden Lösungsvorschlag kommt es angesichts dessen garnicht entscheidend an. Der Anstoß ist es! Getragen wurden die Zuschauer im Übrigen von bizarren und einzigartigen „Klängen“ des auf der Bühne sitzenden japanischen Musikers. Der Musiker, der auch auf der anschließenden Premierenfeier – zusammen mit Jelena Kulic – etwas spielte.

BUCH: Hanja Yanagihara – Ein wenig Leben

Ein irgendwie unglaubliches Buch. Eine Aufgabe! Ein Buch, das sich liest und liest und liest und mehr und mehr wird man hineingezogen in die Schicksale der vier Freunde Jude, JB, Willem und Malcom. Und mehr und mehr merkt man: „Es geht um das Leben an sich! Es betrifft mich, obwohl die erzählte Geschichte so besonders ist“. Wie kann man das Leben überhaupt durchstehen? Es ist viel darüber geschrieben worden, hier links zur Besprechung auf ZEIT ONLINE und der Besprechung auf SPIEGEL ONLINE.

Es geht genauer gesagt in diesem Buch – das man (nicht etwa wegen seines 1000-Seiten-Umfangs) immer wieder weglegen muss, weil es so aufzehrt – um zwei elementare sich bedingende „Grenzen“ des Lebens. Mehr geht nicht, als Leser fühlt man sich an diese Grenzen geführt.

Zwei Seiten des Lebens. Auf der einen Seite:
Freundschaft und Liebe. Es ist unfassbar, wie die Leben der vier Freunde – vor allem Jude’s so bitteres Leben – nur durch ihre gegenseitige Freundschaft und Liebe ertragen werden, weitergehen. Jude speziell wird im Grunde nur dadurch am Leben gehalten. Das merkt man später – ich sage nicht, warum.  Das Leben der vier Freunde und weiterer Personen wird über Jahrzehnte hinweg verfolgt. Fast fünfhundert Seiten lang bekommt man vor allem ein Gefühl für die Liebe der drei Freunde von Jude zu ihrem hochtalentierten, intelligenten und gutaussehenden Freund Jude, der seine fürchterliche Vergangenheit verschweigt. Sie können es immer nur erahnen, sie erleben seine Schmerzattacken, seine Angst. Erst später kommt mehr und mehr davon zu Tage! Soviel Hilfe, Mitgefühl, tiefer Trauer und Empathie. Von Seiten der Freunde kommt alles, alles, was das Leben ihres Freundes Jude benötigt. Die Freundschaft und Liebe der Freunde von Jude zu ihm ist grenzenlos! Sie ist kaum zu fassen.

Auf der anderen Seite:
Leid, Traurigkeit, Schicksal, dem man nicht entkommt. Jude verschweigt ein fürchterliches Leid, seine fürchterliche Vergangenheit, menschlich kaum zu ertragen. Das unglaubliche schmerzvolle Leid Jude’s wird aber immer wieder getragen von – seiner und der Freunde – Zuversicht, Hoffnung, Verdrängung, Lebenswillen, Hilfe, dass man es kaum fassen kann. Jude will mithalten im Leben, er will das Leben mitmachen. Er muss es mitmachen! Das Leben ist ein „Weiter und weiter“, jedenfalls, wenn es von Liebe getragen wird! Es geht damit letztlich darum: Wie weit kann Schmerz und Leid für einen Menschen – Jude – gehen und wie weit kann Freundschaft und Liebe für einen Menschen das Leben aufrechterhalten. Wie wichtig ist sie? Und es geht darum, dass das Leben einfach traurig ist. Der Schmerz überschreitet alle vorstellbaren Grenzen, aber Jude will weitermachen. Die Liebe – vor allem die grenzenlose Liebe von Willem zu Jude, aber auch etwa die Liebe der Adoptiveltern Harold und Julia zu ihm – kennt keine einzige Grenze (vor welchen Grenzen sie steht, sage ich hier nicht). Man kann sich als Leser wahrscheInlich nur sagen: „All das, was mir – und wahrscheinlich allen mir bekannten Menschen – in meinem Leben widerfährt, ist ein unglaublcher Kleinkram! Ich kenne nicht im Geringsten mögliche Extreme des Lebens!“ Was folgt, kann eigentlich nur Demut sein. Demut vor dem guten Leben, das man hat. Und ein Gefühl für die Härte des Lebens.

Schon das Buchcover ist übrigens „berüchtigt“. Abgesehen davon, dass es bildlich fantastisch und kaum übertreffbar den traurigen Ton des Buches widerspiegelt (man schaut es sich immer wieder an), stammt es von einem Fotografen, der auch das Foto der letzten LP/CD des berüchtigten transsexuellen Sängers Antony (siehe früheren Blogbeitrag „Musik der Woche“ zum Tod von Leonhard Cohen) gemacht hat. Antony nennt sich ja mittlerweile Anohni.

Bildergebnis für ein wenig leben

 

AUFRUF ZUR PARTEIGRÜNDUNG

Eines wird in Bayern oft zurecht bemängelt: Man kann in Bayern nicht die Partei wählen, die seit 12 Jahren die Bundeskanzlerin stellt, die CDU. Die stärkste Partei Deutschlands. Man kann sie in Bayern nicht wählen, obwohl manch einer sie gerade jetzt, wo die SPD durch Martin Schulz eine stärker werdende Konkurrenz zu werden scheint, wählen möchte! Konkurrenz ist gut, aber bitte mit Wahlmöglichkeit! Natürlich kann man in Bayern statt dessen die CSU wählen. In früheren Jahren war es auch weitgehend dasselbe, ob man CDU oder CSU wählte. Die CDU entsprach der CSU, es gab völlig andere politische Themen (Ostblock etc.). Heute ist es anders, die Grundausrichtungen von CDU und CSU haben sich sehr stark voneinander getrennt. Es wurde ja seitens der CSU sogar schon über die Aufkündigung der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU nachgedacht und gesprochen.

So kommt es sicherlich oft vor, dass in Bayern Wähler, die Frau Merkel wählen möchten, nicht bereit sind, Herrn Seehofer und seine Vasallen zu wählen. Herrn Seehofers Politik hat einen völlig anderen Gesinnungshintergrund. Besonders auffallend wird es ja seit einiger Zeit bei der Behandlung des Flüchtlingsthemas. Mir ist die Herangehensweise der CSU an dieses Thema unangenehm. Sicherheit ist äußerst wichtig, aber bitte nicht mit der populistischen Herangehensweise der CSU, die Angst und Ablehnung gegenüber Fremden schürt, um am rechten Rand zu fischen. Ein weiteres Thema der CSU, das ursprünglich nicht Thema der CDU war: Die Autobahnmaut. Meines Erachtens wird auch das die sehr schöne offene Grundhaltung Deutschlands in Europa spürbar verändern! Es ähnelt einer finanziellen Mauer, verbunden mit einem immensen administrativen Aufwand. Aber Herr Dobrindt kann natürlich nicht mehr davon abrücken, auch wenn der Verwaltungsaufwand für die Maut die Einnahmen fast aufzehren wird. Und nun lobt Herr Seehofer auch noch Donald Trump für sein Arbeitstempo! Unfassbar! Wird der bayerische Wähler für blöd verkauft?
Zuletzt versuchte ein bayerischer Wähler (ein Rechtsanwalt), die Wahlmöglichkeit der CDU in Bayern gerichtlich durchzusetzen – ich kenne die Argumentation noch nicht. Er scheiterte. Des weiteren versuchte ein bayerischer Wähler vor einiger Zeit, einen Landesverband der CDU in Bayern zu gründen. Die CDU gewann die Klage dagegen. Eine weitere Überlegung wäre: Ob eine Vereinbarung zwischen Parteien (CDU und CSU), dass eine von ihnen in einem Bundesland zugunsten der anderen nicht auftritt, nicht unwirksam ist? Denn die Vereinbarung ist hier das ganz Besondere. Natürlich muss nicht jede Partei bundesweit antreten – die CSU tut es ja auch nicht. Es gibt auch in Schleswig-Holstein etwa regionale Parteien. Aber das Verhalten der CDU ist anders. Sie sagt nicht: „Ich will nur in …. auftreten, weil ich ohnehin nur lokale Interessen vertrete“. Nein, sie sagt „Ich beschränke die Wahlrechte der Wähler in Bayern, WEIL UND SOLANGE es die Absprache mit der CSU gibt.“ Meine Testfrage dazu lautet: Könnte die CDU denn etwa mit der FDP vereinbaren: „Wir, die CDU, treten in Hessen nicht an, solange ihr, die FDP, dort antretet und wir vereinbaren jetzt schon eine Fraktionsgemeinschaft„? Dann würde doch eine dauerhafte Fraktionsgemeinschaft UNGEACHTET des Wählerwillens gegründet werden. Aber erst muss sich doch durch Wahlen herausstellen, wer wieviele Stimmen erhalten hat, bevor Fraktionen gebildet werden, oder? Ich prüfe das Fraktionsgesetz. Und so weiter. Und verstieße  die CDU mit einer solchen beispielhaften Vereinbarung mit der FDP nicht gegen ihre eigene Vereinssatzung, wenn die Programme von CDU und FDP in bestimmten Punkten voneinander abweichen?

Ich meine daher, man sollte in Bayern eine Möglichkeit schaffen, die Linie der CDU unterstützen zu können.

LASST UNS EINE PARTEI GRÜNDEN! Die CDB – Christdemokraten in Bayern.

Eine Partei, die Ihr Grundsatzprogramm an das Programm der CDU anlehnen wird.

Eine Mindestanzahl von Mitgliedern ist gesetzlich nicht gefordert. Allerdings soll eine Partei Ernsthaftigkeit und Langfristigkeit – anders als eine Bürgerinitiative – zeigen. Maßgebend für die Anerkennung einer Partei sind genau genommen folgende Kriterien:

– der Umfang und die Festigkeit der Organisation,
– die Zahl der Mitglieder (nicht gesetzlich vorgegeben)
– das Hervortreten in der Öffentlichkeit.

Alles hierzu erforderliche müsste man auf die Beine stellen. Ich bin dabei!

WER MITMACHEN MÖCHTE, MÖGE SICH BITTE MELDEN (OBEN DAS KOMMENTARFELD ANKLICKEN) UND DIESEN BEITRAG VOR ALLEM AUF FACEBOOK UND IN DEN ANDEREN SOZIALEN MEDIEN POSTEN! MAN KANN DIESEN BEITRAG AUCH PER MAIL WEITERLEITEN. DIE NAMEN DER PERSONEN, DIE SICH MELDEN, BLEIBEN SELBSTVERSTÄNDLICH VERTRAULICH ODER KÖNNEN MIR AUCH GERNE VERBORGEN BLEIBEN.

ALLES WEITERE FOLGT IN MAILS ODER IM BLOG.

Denn: Es ist doch besser, eine Partei zu gründen, als wegen Problemen mit der politischen Linie der CSU überhaupt nicht zu wählen, weil man keine gute Alternative sieht! MAL SEHEN, WAS PASSIERT. Natürlich müsste dann diese Partei in Bayern sehr gute Ergebnisse erzielen, um bundesweit die 5 %-Hürde zu schaffen und die CDU unterstützen zu können. Aber eins nach dem anderen! Vielleicht wird es auch passender sein, erst zur bayerischen Landtagswahl 2018 anzutreten. Man wird sehen.

WER MICH AKTIV UNTERSTÜTZEN MÖCHTE, MELDE SICH BITTE: ICH SUCHE PERSONEN, DIE SICH DER SACHE ANNEHMEN WOLLEN!

ES GEHT UM DIE SCHAFFUNG DER MÖGLICHKEIT, IN BAYERN STATT DER CSU EINE PARTEI WÄHLEN ZU KÖNNEN, DIE DER CDU ENTSPRICHT, NICHT UM REINEN PROTEST!

Bildergebnis für parteien

Foto des Blogbetreibers

Mein Profil (mit Foto), das bisher auf dem Blog unter „about me“ zu sehen war,  ist verschwunden. Bevor ich verstehe, wie ich wieder ein Profil in den Blog einbinden kann – man will ja vielleicht (zurecht) sehen, wer schreibt – bringe ich hier Fotos. Bis auf Weiteres.

Bildergebnis für blogs

Musik der Woche

FACEBOOK war schon wieder aus! DAHER HIER NOCHMAL: Der Blog verträgt mal wieder etwas Musik. Die bisher hier gebrachten Titel – doch schon eine schöne Playlist – werde ich in Kürze zusammenstellen und hier einstellen. Heute – ich weiß gar nicht, wie ich drauf gekommen bin – etwas Altes. Es hat geschichtlichen Charakter, passte durchaus einmal in die politische und gesellschaftliche Landschaft, heute aber nicht mehr. Aber schön ist es, wurde auch weltweit gesungen. Es fühlt sich eigentlich an wie im kürzlich in den Kammerspielen gesehenen Kirschgarten von Anton Tschechow (siehe voriger Blogbeitrag). Denn wenn man es heute ansieht, merkt man vielleicht: Mit manchen Dingen kann man in der Gegenwart rein garnichts mehr anfangen. Vorbei. Aber – und das ist das Erstaunliche – es ist Geschichte und als solche schätzt man es. Man betrachtet es irgendwie anders, mit einem Abstand, der alles Schöne daran fast besonders zutage hebt. Gedankenfrei, vorurteilsfrei. Und danach: Schwupp ist man wieder in der Gegenwart! Wie die alte Ranewskaja, als sie im Kirschgarten ihr Schloss am Ende, vor der Abreise, noch einmal quasi nüchtern, mit kahlen Wänden, kahlen Räumen, entkernt, sieht. Als ihre Geschichte! Da sieht sie all das Schöne des Kirschgartens und des Schlosses noch einmal. Sie sieht es nicht mehr als Gegenwart. Es geht hier um MARLENE DIETRICH und das Lied SAG MIR WO DIE BLUMEN SIND.

Musiktipp der Woche