POLITIK: G 20 – Treffen in Hamburg

Achtung, ich setze mich jetzt einmal so richtig in die Brennesseln: „Ich habe Verständnis für die Krawalle zum G 20 Treffen in Hamburg!“ Oh Gott, jetzt bin ich bei vielen unten durch! Aber HALT, NICHT WEGKLICKEN! Wer mich kennt, weiß: Ich bin kein Radikaler oder Krawallbruder! Es geht mir nicht um ein Verständnis für die Zerstörung des Eigentums anderer! Das nicht! Ich finde nur, man redet nur über die Krawalle und Zerstörungen, nicht aber über den Grund des Ganzen.

  • Im Grunde finde ich es nur gut, dass sich die Politiker dieser wirtschaftlich und bevölkerungsmäßig stärksten Staaten der Welt (HIER eine interessante Übersicht zu den Teilnehmerstaaten) treffen und um etwas Gemeinsames ringen. (Wenn was rauskommen würde!) Mit all ihren Unterhändlern, den Vorgesprächen etc. Die weltweiten Probleme sind nur noch gemeinsam zu lösen, das ist klar. HIER übrigens dazu noch ein guter Artikel von Christiane Hoffmann (stv. Leiterin des Berlinbüros des Spiegel) auf Spiegel Online: Auf Deutsch war es der Leitartikel der letzten Printausgabe des Spiegel (28/2017) über die Berechtigung des G 20 Treffens.
  • Es gibt für mich aber ein ABER: Die Krawalle werden natürlich verurteilt. Aber dabei kann es nicht bleiben! Es wird m. E. von allen Seiten so reagiert, als hätten die Krawallbrüder einfach mal so vor dem Bundestag, vor dem Sitz der Kanzlerin, vor Schloss Bellevue o. ä. gewütet und zerstört. Das würden sie aber nicht tun, haben sie auch noch nie so getan. Dann wären die einseitig zu hörenden/lesenden entsetzten Kommentare gegen die Straftäter ja völlig gerechtfertigt. Denn bei uns führt nun einmal die Demokratie den Diskurs, Opposition findet sich im Bundestag und in anderen Parteien. Das hat sich Gott sei Dank durchgesetzt. Es gilt nun einmal das Mehrheitsprinzip, sonst funktioniert nicht viel. Und da kann die Minderheit schlecht einfach Krawall machen (obwohl es in bestimmten auch das Widerstandsrecht des Einzelnen gibt).
  • Der Punkt ist aber: Anlass der Krawalle war nicht die Bundesregierung, waren auch nicht einzelne der anwesenden Politiker. Der Anlass war die Tatsache des G 20-Treffens! Aber das wird nicht mehr Thema. Thema sind nur noch die unschönen Auswüchse der Krawalle. Die G 20 – Zusammenkunft ist in gewisser Weise aber ein Machtvakuum. Da kommt man mit „Demokratie“ nicht weit. Da hat der protestierende Mensch nun einmal nur Gewalt anzubieten. Das muss die Politik hinnehmen. Meines Erachtens ist es von der einladenden Bundesregierung deswegen einfach fahrlässig gewesen, nach Hamburg einzuladen! Schon durch diese Entscheidung wurde doch das Eigentum etc. der dort lebenden Menschen gefährdet. Das Treffen – ok, aber in Hamburg? Es ist natürlich ein bisher ungelöstes Thema, auf welcher politischen Basis all die globalen Themen gelöst werden sollen. Man kann es durchaus fragwürdig finden, dass sich nur die G 20 zusammentun. Aber darüber würde ich auch gerne einmal mehr hören: Was hat jetzt das Treffen gebracht? Was wird daraus konkret? Warum diese G 20? Warum nicht Afrika? Was ist mit den arabischen Ländern? Wäre nicht doch die UN der richtige Ort für solche Treffen? Ist es nicht schon gefährlich, dass die G 20 – Staaten NICHT klarstellen, dass sie nicht alles entscheiden können? Das sollte alles nicht verschwiegen werden! Da können auch den Politikern Vorwürfe gemacht werden. Und den Medien! Darüber muss viel mehr geredet werden, um Verständnis für solche Zusammenkünfte zu wecken. Es geht nicht einfach so nach dem Motto: „Der kleine Mann versteht sowieso nichts und die Krawallbrüder schon garnicht. Wir setzen uns gemütlich in die Philharmonie!“ Solange nicht darüber viel geredet und gestritten wird, kann ich Proteste verstehen! Das meine ich mit Verständnis. Wir brauchen wieder mehr Revolution, hört man ja manchmal.
  • Hier übrigens ein Facebook-Statement von Gregor, 26 Jahre, zum G 20 Treffen. Auch nicht uninteressant:  20 Statement Gregor

 

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5 Kommentare zu „POLITIK: G 20 – Treffen in Hamburg

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