LITERATUR: Maria Duenas – Wenn ich jetzt nicht gehe

Bevor die Theatersaison wieder beginnt: Ich habe mir dieses Buch angetan, ohne irgendeine Rezension im Internet dazu zu finden.  Auch nicht auf http://www.perlentaucher.de. Dann schreibe ich eben eine. Ich bin auf das Buch gekommen, da ich in letzter Zeit mehrfach etwas von spanischen Autoren gelesen hatte und da der Insel Verlag es mir – danke! – als Rezensionsbuch  zur Verfügung gestellt hatte.

Im Klappentext des Buches heißt es:

Maria Duenas, geboren 1964, lehrte in Murcia englische Literatur, bis ihr Debütroman 2009 alle Rekorde brach. Mittlerweile ist ihr Werk in 35 Sprachen übersetzt, mehrfach ausgezeichnet und in eine Fernsehserie verwandelt. „Wenn ich jetzt nicht gehe“ ist ihr dritter Roman und war 2015 das meistverkaufte Buch Spaniens.

Also eine extrem erfolgreiche Schriftstellerin! Mein Gesamteindruck: Etwas kitschig, etwas umfangreich die Handlung, bei den Personen und ihren verschiedensten Beziehungen untereinander (über die Kontinente hinweg) bin ich fast durcheinander gekommen. Von der Idee her aber ganz interessant.  Vielleicht soll es ja geradezu lehrreich sein. Während ich es gelesen hatte, dachte ich schon, dass es sich wie ein Drehbuch liest. Und tatsächlich: Auch dieses Buch soll zu einer Serie verfilmt werden.  Die Idee hinter dieser Geschichte: Ein Mann (Mauro Larrea) steht wieder auf!  Nach dem Motto:  Hingefallen, Staub abwischen und wieder aufstehen! Er hat sehr klein angefangen, wurde sehr reich, hat plötzlich alles verloren und sich dann komplett auf ein neues Leben eingestellt.  Reisen von Mexiko nach Kuba und Spanien prägten seinen weiteren Weg. Auch dieser weitere Weg führte letztlich wieder zum Erfolg,  wenn auch auf einem völlig anderen Gebiet, als demjenigen, den er früher gewohnt war.  Also: Sich immer wieder mit Überzeugung auf Neues einlassen! Er war früher Bergarbeiter und Bergbauunternehmer und dann kam Neues.  Das ganze wird natürlich noch geschmückt von seiner Leidenschaft zu einer Frau und einer sich letztlich noch erfüllenden Liebe.

Man kann diese Geschichte erzählen, aber ein besonderer Lesereiz ist es meines Erachtens nicht! Literarisch gesehen nicht auffallend! Da finde ich einige andere Schriftsteller deutlich gewitzter und interessanter.

 

Advertisements

THEATER und LITERATUR: Tennessee Williams – Endstation Sehnsucht

Endsation Sehnsucht von Tennessee Williams. Oft gehört, nie gelesen. Blanche, eine Frau aus gutsituierten Kreisen, verliert den ererbten Wohlstand, landet bei ihrer Schwester in einfachen Verhältnissen, die mit dem Rüpel Stanley verheiratet ist. Wer gewinnt den Kampf? Blanche zerbricht, landet in der psychiatrischen Anstalt. Eigentlich eine interessante Story. „Sehnsucht“ (Desire) hieß einmal eine Endstation der Straßenbahn in New Orleans. Ich habe das Buch jetzt gelesen, da es am Berliner Ensemble von Michael Thalheimer inszeniert wurde. Ich habe dazu letztens in Berlin auch die Inszenierung gesehen, die in der gerade beendeten Spielzeit gebracht wurde und wohl auch in der kommenden Spielzeit gebracht wird.

Die vordergründige Geschichte ist ja so: Blanche lebte im relativen Wohlstand und hat alles verloren. Das Haus der Familie wurde gepfändet, ihr Ehemann war schwul und hatte sich schon vor Jahren umgebracht, ihren Job als Lehrerin hat Blanche auch verloren. Sie – nebenbei: durch sexuelle Hingabe suchte sie schon irgendwo Halt, bevor sie zu Stella kam – sucht Zuflucht bei ihrer Schwester Stella, die in ganz einfachen Verhältnissen lebt und mit Stanley verheiratet ist. Und damit prallen eben zwei Welten aufeinander. Blanche, die ihre Welt erhalten und Stanley nicht ausstehen kann, versucht immer wieder, ihre Schwester Stella dazu zu bringen, ihren Mann zu verlassen. Stella ist ihrem Mann aber in Liebe oder jedenfalls aus sexuellem Antrieb heraus hingegeben und weiß, dass sie ihn nicht ändern kann. Dass sie nichts ändern kann. Blanche wird schließlich von Stanley sogar vergewaltigt. Die irgendwie irreale, von viel Einbildung geprägte Welt der Blanche und die reale derbe Welt von Stella. Schon die Sprache der Personen zeigt im Buch (Originaltext) die Unterschiede deutlich. Man liest teils derben Slang (interessant!) neben der „besseren“ Sprache . Ich empfehle das Buch gerade jüngeren Lesern auf Englisch.

Die Inszenierung von Michael Thalheimer dagegen hat mich überhaupt nicht überzeugt. Erstaunlich, wenn die FAZ schreibt:

„Kunstvoll und klug zeigt Michael Thalheimer in seiner grandios eindrucksvollen Inszenierung mit dem überragenden Ensemble die hässlichen Muster, nach denen bei Tennesse Williams die Männer mit den Frauen umgehen, was die Gesellschaft allen antut und wie sich alle damit arrangieren.“

Eigenartige Kritik. Der große Clou sollte wohl die schiefe Bühne sein (siehe das Blogbild oben). Alles weitere war aber konventionell, teilweise affektiert, zu gewollt, zu darstellerisch. Ich meine, aus dem Buch hätte man einiges mehr un d interessanter herausholen können. Hinter der vordergründigen Story stecken schließlich viele kleine Themen. Allein das Verhältnis zwischen Blanche und ihrer Schwester Stella. Oder der Umgang von Blanche mit ihrem persönlichen „Niedergang“. Das wird in der Inszenierung alles zwar angerissen, aber meines Erachtens ohne Herzblut! Andreas Döhler (Stanley) ist da vielleicht am ehesten wieder einmal die Ausnahme. Aber selbst er: Im Buch erscheint mir Stanley noch rüder, krasser, unnachgiebiger, derber. Was man sich zu diesem Buch alles denken kann, wird etwa im Programmheft zur Inszenierung angerissen. Zu wenig davon war auf der Bühne zu sehen. Vielleicht haben es auch die Schauspieler nicht geschafft, die jeweiligen Positionen der Personen besser darzustellen. Ihre Zweifel, ihre Kämpfe untereinander, ihre so unterschiedlichen Positionen. Vor allem Cordelia Wege als Blanche spielte für mich nur eines: Affektiert. Modernes Theater sieht anders aus. Aber vielleicht sollte sie so spielen. Wahrscheinlich sogar, wenn man sieht, wie sie sich am Ende mit rotem Lippenstift das Gesicht vollmalt – ein alter Hut! Es war herkömmlich, es wurden von den Schauspielern keine Grenzen der schauspielerischen Darstellung eingerissen. Offenbar hat Michael Thalheimer keine Freiheit gelassen. Oder dieses Bühnenbild war zu starr! Den Eindruck hatte ich. Wie sollte man da auch erkennbar aus sich herausgehen! Ich mag ja immer das Nicht-affektierte, das Überraschende, das Persönliche, das Interpretierte. Nicht das Herkömmliche. Die Inszenierung von Michael Thalheimer ist aber herkömmlich.

Nun gut, einen ersten – vielleicht anderen – Eindruck gibt HIER die Online-Seite des BE zum Stück.

Und HIER die Seite des Cornelsen Verlags zum Buch in englischer Sprache mit Anmerkungen am Schluss zu den Südstaaten, New Orleans etc., und mit Fußnoten zu seltenen Wörtern.

Copyright des Beitragsbildes: Matthias Horn, Berliner Ensemble

THEATER und LITERATUR: Benjamin von Stuckrad-Barre – Panikherz

Alle Tage sind gleich lang, jedoch verschieden breit.“ Diesen schönen Spruch hat Udo Lindenberg einmal getan. „Breit“ kann man gerade bei Udo Lindenberg natürlich so oder so verstehen! Der Satz steht auf einem Siebdruck eines limitierten Aquarells von ihm.  Udo Lindenberg kennt ja jeder: Es ist doch dieser Mann, der sein Leben lang einen Mann spielt, der Udo Lindenberg ist ….

Der Satz über die Länge und Breite der Tage wird wiederum zitiert in der Inszenierung „Panikherz von Oliver Reese am Berliner Ensemble. Habe ich gesehen. Die Inszenierung geht wiederum zurück auf ein Buch. Das BuchPanikherz von Benjamin von Stuckrad-Barre. Habe ich dann gelesen. Über beides schreibe ich hier.

Und was das jetzt noch mit Udo Lindenberg zu tun hat? Zum Einen hat Panik immer mit Udo Lindenberg zu tun. Ich glaube Udo Lindenberg hält sämtliche Markenrechte an dem Wort „Panik“. Zum Anderen erzählt Benjamin von Stuckrad-Barre im Buch Panikherz wahnsinnig viel von seiner schon in Jugendjahren bestehenden Liebe zu eigentlich allen Udo Lindenberg Songs, er ist mit ihm befreundet.

„Panikherz“ nach Benjamin von Stuckrad-Barre wird als Theaterstück in der kommenden Spielzeit am Berliner Ensemble weiter gebracht werden.

Zum Buch: Mir hätte ein Lektor das Buch um die Ohren gehauen. Aber Benjamin von Stuckrad-Barre hat ja einen Namen und schon einiges veröffentlicht. Das schlaue Wikipedia sagt:

Bekanntheit erreichte er vor allem mit seinem 1998 erschienenen Debütroman Soloalbum sowie dem 2003 entstandenen gleichnamigen Film. Durch den Erfolg dieses Romans und seiner folgenden Werke entwickelte sich Stuckrad-Barre zu einem der neuen deutschen Popliteraten der 1990er Jahre.

Das Buch ist eine autobiografische Erzählung des bisherigen Lebens von Benjamin Stuckrad-Barre. Eine völlig lineare Erzählung, ohne Höhepunkte, ohne einen besonderen Stil (außer: locker dahingeschrieben), ohne Hervorhebung oder Darstellung bestimmter Personen oder Gegebenheiten oder eines Themas, absolut ichbezogen, stoned, literarisch nicht besonders, nur anfangs lustig, mit abnehmender Tendenz. Man kann es lesen, um den irren Lebensweg von Benjamin Stuckrad-Barre zu sehen. Sein Leben gibt viel her. Haben offenbar auch viele gemacht, sagt die SPIEGEL-Bestsellerliste.

Auf den ersten Blick kann man sagen: „Naja, einer dieser Medienfuzzis, die es geschafft haben, ins Fernsehen zu kommen und bekannt zu werden. Und irgendwie nichts ernst nehmen. Einfach das Leben als irre Welle mitnehmen.“ Das sagt am Anfang der Inszenierung auch eine der vier SchauspielerInnen, Bettina Hoppe: Jede Welle schlägt gegen die Felsen nach dem Motto: „Ist mir egal – wumm – ist mir egal – wumm – egal –„. So mag er es. Naja! Talkshows, Bücher, Freundschaft mit Christoph Schlingensief, Freundschaft mit Udo Lindenberg, überall einen Fuß in der Tür der Medienwelt, journalistische Tätigkeiten bei der Zeitschrift Rolling Stones, der taz, beim NDR, Autor für die Harald Schmidt Show, alles Backstage, alle Exzesse der Welt, Alkohol, Drogen, Bulimie, mehrere Entzugstherapien und so weiter. Exzessiv, aber mehr nicht.

Das Buch zeigt, wie Benjamin von Stuckrad – Barre immer schön am Abgrund entlang lief. Er war eine Zeit lang ziemlich kaputt (das schreibt sich allerdings ziemlich undramatisch). Zeilen aus Liedern von Udo Lindenberg, aber auch von vielen anderen Musikern seiner Zeit, werden immer wieder gebracht. Vor allem die Musik von Udo Lindenberg scheint zu seinem Befinden gepasst zu haben.

Aber er hat es immerhin geschafft, nicht endgültig abzustürzen. Ich muss das umfangreiche Buch noch zu Ende lesen, es ist aber – finde ich – so schlechte Literatur, ich brauche eine Pause. So gesehen mein Fazit: Interessant, auch diesen Weg zu sehen, aber nicht unbedingt zu empfehlen! Strandlektüre vielleicht.

Zur Inszenierung: In der Inszenierung von Oliver Reese (auch Intendant des BE, Nachfolger von Claus Peymann) hört man immer wieder Ausschnitte aus Stücken von Udo Lindenberg. Ein schönes Potpourri, auch wenn es klanglich nicht immer überzeugt. Livemusik und die Schauspieler singen.

Alle vier Schauspieler stellen Benjamin von Stuckrad-Barre dar und erzählen aus dem Buch. Wie eine mitgespielte Lesung. Am überzeugendsten spielt – finde ich – Nico Holonics, der den Verfall von Stuckrad-Barre am exzessivsten darstellt. Und Carina Zichner, die eine erstaunliche Bühnenpräsenz hat. Sie stellt Benjamin Stuckrad-Barre vor allem in jungen Jahren dar. Die Inszenierung hat mir gefallen! Nicht gekünstelt, nicht überdrallert, nicht affektiert, nah am Buch. Klares Bühnenbild, vorne nichts und im Hintergrund eine Bar, Livemusiker. Aber das Buch selbst ist eher eine Zumutung..

UND ACHTUNG: Am 6. Oktober 2018 gibt es im BE (Berliner Ensemble) eine lange Benjamin-von-Stuckrad-Barre-Nacht mit einer Sondervorstellung von „Panikherz“ um 17.00 Uhr und einer anschließenden Marathonlesung „20 Jahre Soloalbum“ ab 19.30 Uhr mit Benjamin von Stuckrad-Barre und zahlreichen Gästen. Amüsant allemal!

HIER der link zur schönen Seite des Berliner Ensembles online zum Stück „Panikherz“.

Copyright des Beitragsbildes: Julian Röder, BE

LITERATUR: Teju Cole – Blinder Fleck

Im Grunde geht es um ein Buch: „Blinder Fleck“ von Teju Cole.

Also: Da saß ich im Zug von Berlin nach München und wir redeten darüber, was „Kunst“ ist. Es war ein anstrengendes Wochenende in Berlin. Sie studiert Kunstwissenschaften in Berlin, spezialisiert auf Fotografiekunst. Fotografiekunst. Was ist denn erst mal „Kunst“? Das sei doch sicher eine Grundfrage ihres Studiums. Zum Beispiel Fotokunst: Heutzutage macht doch jeder mit seinem Handy ständig Fotos. Ist das immer Kunst? Oder besser: Wann ist ein Foto Kunst? Sie meinte, Kunst sei es immer dann, wenn es ein Ausdruck ist, über den sich der Betrachter Gedanken machen kann. Also ein Verkehrsschild nicht, sagte ich. Nein, sagte sie, da sei ja vorbestimmt, was man sich denken und was es bedeuten soll. Aber zum Beispiel ein schwarzer Strich auf weißer Leinwand, das könne durchaus Kunst sein! 

Ich erzählte ihr nicht vom gestrigen Besuch im Pergamonmuseum. Daran dachte ich auch erst im Nachhinein. Das große Ishtartor: Ishtar war die Stadtgöttin von Babylon, 600 Jahre vor Christi Geburt. Dargestellt wurde sie als Löwin. Das riesige Vortor des noch viel größeren richtigen Ishtartores steht im Pergamonmuseum, Vorderasiatischer Teil. Kräftig blaue Kacheln, auf denen – fast dreidimensional – in beige Tiergestalten, unter anderem Löwen, dargestellt sind. Zur Abschreckung von Feinden. War das Kunst? Ich finde zum Beispiel die Art, wie man damals schon etwas darstellte, war unfassbar stilvoll und kunstfertig! Steht heute einfach so in Museen. Es sollte jedenfalls Furcht und Respekt einflössen, also den Betrachter anregen. Also Kunst? Kunst für den Herrscher? Hat Kunst auch Funktionen? Funktionen gehabt? Verloren? Heute? Ein weites Feld!

Ich erzählte ihr – zum Thema Fotokunst – von einem Buch, das ich seit Wochen immer wieder in der Hand habe. „Blinder Fleck“ eben, von Teju Cole. Über Teju Cole hatte ich kürzlich schon im Blog geschrieben, über sein gutes Buch Open City. HIER der damalige Beitrag. Er schreibt dort über seine Streifzüge durch New York und seine Überlegungen dazu, seine Erinnerungen. Das Buch „Blinder Fleck“ wiederum ist ein viel weiterer Streifzug. Ein Streifzug über die ganze Welt. Teju Cole reist offenbar sehr sehr viel. Eine Übersicht über alle Orte, an denen Texte oder Fotos entstanden sind, sind am Ende als Anhang aufgelistet. Er erzählt (auch) in diesem Buch nicht etwas, der Band enthält einfach immer wieder Paare: Ein Foto (meist rechts) und ein meist kurzer Text dazu (meist links).

Anfangs kann man sich bei den Bildern denken: Naja, nichts sagende Banalitäten. Ich sagte meiner Zugbegleiterin: Hier im Zug hätte er den Mitteltisch mit einer Coladose darauf fotografiert. Mehr nicht. Man kann sich dazu auch denken, Teju Cole muss einsam sein. Man sieht auf den Fotos extrem selten eine menschliche Person, und wenn, dann von hinten, weggehend. Eine Ausnahme gibt es, einen afrikanischen Jungen, dessen Foto er zweimal bringt, mittendrin und ganz am Ende.

Mehr und mehr merke ich aber, dass die Bilder große, teilweise sehr große POWER haben. Meine Zugbegleiterin meinte, dann werde es zur Kunst! Ein ganz bestimmtes Feeling entsteht auch durch die Texte im Buch, die jeweils ein Foto begleiten. Als würde man merken, dass Teju Cole dem Leben näher kommen wollte. Indem er einerseits durchgehend banalste Blicke fotografiert, die wir ständig unbeachtet lassen, die aber genauso etwas aussagen, wie das, was wir zu beachten glauben. Die ansich genauso viel Wert sind und ihm Anlass gegeben haben, etwas zu schreiben. Und wenn es nur ein Gedanke war. Die Fotos verlieren dadurch mehr und mehr ihre Banalität. Und andererseits zeigt er etwas vom Leben eben durch diese Texte. Die Texte sind oft völlig weit hergeholte Gedanken zu einem Foto. Aber auch kleine Situationsachilderungen, abstrakte Überlegungen, historische Rückblicke, Erinnerungen, Grundsätzliches, Kleines, alles. Mal kurz, mal etwas länger. Wie im richtigen Leben. Und das macht diese Kombination der Texte mit den Fotos aus! Vielfalt und Banalität. Unbeachtetes und weit Zurückliegendes, Fernliegendes, Dinge, die wir sehen und wissen. Es sind Gedanken über Dinge, die er weiß. Und er weiß viel! So ist nichts banal.  Oder alles banal! Ich nehme dieses Buch seit Wochen in die Hand und werde immer wieder überrascht. Man kann es garnicht in einem Schwung durchlesen oder durchblättern. Mehr und mehr verstehe ich die banalen Fotografien und die Texte dazu. Dieses Buch kann ein sehr anspruchsvolles Geschenk für einen guten Freund, eine gute Freundin, sein.

HIER die Seite des Hanser Verlags zum Buch mit einer Leseprobe.

THEATER und LITERATUR: T. C. Boyle – America

Copyright des Beitragsbildes: Arno Declair, Münchner Kammerspiele

Ich hatte mir das Theaterstück vor Jahren in den Kammerspielen schon angesehen, Premiere war schon im Mai 2016. Jetzt kam es zum allerletzten Mal an den Münchner Kammerspielen: America nach dem Roman von T. C. Boyle. Ich schreibe ja nicht gerne über Dinge, die kein Mensch mehr erleben kann. In diesem Fall kann ich aber zumindest über den Roman schreiben, ich habe ihn noch einmal zur Begleitung des Theaterabends gelesen.

Mein Fazit vorweg: Es ist eigentlich eine erschütternde Geschichte über das Schicksal illegaler mexikanischer Einwanderer nach Amerika. Als Roman ist die Geschichte noch weit erschütternder, als es in den Kammerspielen inszeniert war. Regisseur war Stefan Pucher. Durchaus gelungen konnte er die zwei Welten, um die es geht, nebeneinander auf die Bühne bringen. Gut gemacht mit den Schaukästen, den Videos über der Bühne, den gestellten „Interviews“ mit zwei der prägenden Beteiligten. Stefan Pucher ist an sich sehr bekannt, an den Münchner Kammerspielen hatte er zuletzt den „Wartesaal“ nach Lion Feuchtwanger (HIER mein Blogbericht dazu) und „Die Zofen“ von Jean Genet inszeniert. Stefan Puchers Inszenierungen sind immer wieder beliebt und anerkannt. Er war schon einige Male zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Vielleicht aber ist er für aktuelle Verhältnisse fast schon zu harmlos. So ja auch in seiner Inszenierung des „Wartesaal“. Auch in „America“ kommt die Dramatik des Geschehens trotz allem  irgendwie zu kurz. Die Angst, die beide Seiten prägt, kommt im Buch besser zur Geltung.

Man erkennt es schon am Beitragsbild oben: Es geht in der Tat um zwei verschiedene Welten: T. C. Boyle lässt beide voll aufeinanderprallen. Einerseits die ärmliche, trostlose Welt mexikanischer Einwanderer und andererseits die heile Welt wohlhabender Amerikaner, die sich von den Mexikanern bedroht fühlen. Es beginnt einfach mit einem kleinen Autounfall, der reiche Amerikaner fährt einen armen Mexikaner an, der die Canyonstraße überqueren will. Mit 20 Dollar wird alles erledigt. Es spitzt sich aber immer mehr zu. Die wohlhabenden Amerikaner in ihrer Wohnsiedlung, ihrem Wohnareal – hauptsächlich dargestellt mit den Personen Delaney und Kyra Mossbacher – wollen sich (vordergründig auch gegen die Tierwelt, Kojoten) immer mehr schützen und einsperren. Das mexikanische Paar Candido und America dagegen muss sich in den Schluchten eines benachbarten Canyons durchschlagen. Kein Geld, keine Unterkunft, keine Arbeit, kein Essen, es wird immer schlimmer, es kommt immer wieder etwas dazu.  Ich will nicht zuviel verraten. T. C. Boyle schafft es, beide Welten im Roman sehr plastisch darzustellen.

Er schafft es auch, die Geschichte wie einen „pageturner“ zu erzählen. Ich jedenfalls wollte das Buch kaum mehr weglegen, obwohl ich die Geschichte kannte. Es wird auch nichts Unnötiges erzählt. Das Gesamtbild trifft er immer wieder gut! Offenbar besteht ja ein gravierender Unterschied: Während Flüchtlinge in Europa von Sozialsystemen aufgefangen werden, scheinen Mexikaner völlig auf sich selbst gestellt zu sein. So auch wird es gezeigt am grauenhaften Schicksal der von T. C. Boyle dargestellten Mexikaner Candido und America, die sich doch so sehr mögen! Interessant auch: Die Gefühlswelt kommt allenfalls auf Seiten von Candido und America zur Sprache, auf der Seite von Delaney und Kyra ist alles eher von logischen Überlegungen getragen! Das Ende ist etwas fragwürdig allenfalls.

HIER der link auf die Seite des dtv zum Buch!

 

 

THEATERTREFFEN EXTRA: Rückkehr nach Reims (Schaubühne Berlin)

Ich hatte es schon gesehen und besprochen. Da es auch eines der zum diesjährigen Theatertreffen nach Berlin eingeladenen Stücke war und – ich glaube – auch in der kommenden Spielzeit noch zu sehen sein wird, bringe ich HIER den link zu meinem wichtigen damaligen Beitrag. Es geht ja beim besten Willen nicht ohne den Beitrag. Die Inszenierung geht zurück auf das gleichnamige Buch von Didier Eribon. Der Vollständigkeit halber bringe ich es hier, als Anregung. Dann fehlen mir vom Theaterftreffen nur das „Nationaltheater Reinickendorf“ und „Die Welt im Rücken“ vom Wiener Burgtheater, was ja sehr sehr gelobt wird. Mal sehen.

Copyright des Beitragsbildes: Arno Declair, Schaubühne

LITERATUR: Daniel Galera – So enden wir

Daniel Galera, 39 Jahre alt, lebt in Porto Alegre (link HIER). Auch die Erzählung spielt in Porto Alegre. Ich habe sie gerne und gebannt gelesen, wollte gar nicht aufhören. Es ist nicht die Spannung der Story, es ist ein Blick auf eine verrückte Crew recht junger Leute, die viel davon erleben und machen und denken, was wir alle erleben, machen, denken. Stimmung unserer Zeit. Gut geschrieben – oder übersetzt. Es ist nicht ein durchgehender stringenter Handlungsfaden, es sind verschiedene realistische Szenarien, die zusammen die Story ergeben.

Es ist eine Ich-Erzählung aus DREI verschiedenen Perspektiven. Ist schonmal recht selten! Man folgt einer Gruppe von drei noch recht jungen BrasilianerInnen (zwei Männer, eine Frau), die sich nach Jahren am Grab des gemeinsamen Freundes treffen, Andrei (genannt Duke), der am genialsten war. Ein bisschen erwachsener sind sie geworden, aber gleichzeitig auch überhaupt nicht! Gibt uns das heutige zügellose Leben überhaupt die Chance, erwachsen zu werden?

Sie waren allesamt etwa 15 Jahre zuvor schon eine wilde, intellektuelle und exzessive Truppe mit junger Anhängerschaft, die sie durch eine Flut von Emails, die sie in die Welt gesetzt hatten, und später durch einen Blog gewonnen hatten. Andrei, der Gestorbene, ein Autor, Schriftsteller, war in bestimmten Kreisen eine Kultfigur.

Auffallend ist die schöne Direktheit der Schilderungen. So ist das Leben. Sie reden nach der Beerdigung über vergangene Zeiten, man liest über das Schicksal jedes einzelnen, man folgt ihnen zu einfachen und verrückten Situationen. Viele große Themen werden dabei immer wieder zwischendrin angepackt und gesehen: Die Zerstörung der Natur, der Kapitalismus, die Werbewelt (die uns alles vorgaukelt), die Änderungen unserer Beziehungswelten, Sex, Internet, Porno, die schwelende Angst vor der Zerstörung bzw. dem aufkommenden Ende der Welt, Hoffnungslosigkeit, Glaube an die Wissenschaft, an den Menschen. Und alles immer so nebenbei. Neben dem allgemeinen Leben, das so locker und direkt und frech und schonungslos offen geschildert wird. Schwerpunkt ist am ehesten: Die Internetwelt und damit die Veränderung unserer Gefühlswelt, unserer Beziehungsfähigkeit. Antero etwa hält einen Vortrag auf einer TED-Konferenz über sadomasochistische Ansätze (Marquis de Sade) in den Ideen der Werbebranche und schaut sich danach selber Sexvideos auf einem Pornopotal an. Und so weiter.

Ich finde: Das Buch ist wild und gut, ein Treffer! Man kann es natürlich auch anders sehen, etwa HIER die Besprechung im Deutschlandradio Kultur.

HIER der link zur Suhrkamp-Seite des Buches mit Leseprobe.

BALLETT: Anna Karenina von Christian Spuck

Zugegeben, Ballett ist nicht Schwerpunkt dieses Blogs. Aber über den Tellerrand hinaus blicken, ist doch immer interessant. Und in Kürze folgt viel THEATER. Das Theatertreffen 2018 steht bevor! Und Tanz findet sich ja in heutiger Zeit auch immer wieder einmal in Theatern. Wenn auch nicht in derartiger Perfektion wie im Ballett. Anna Karenina von Lew Tolstoi wurde als Ballett im Bayerischen Nationaltheater in München auf die Bühne gebracht. Choreographie Christian Spuck. Was für ein anderes Erlebnis! Es wird in dieser Spielzeit noch einmal und dann in der kommenden Spielzeit das ein oder andere Mal zu sehen sein! Also, wer Interesse hat:

Den Roman Anna Karenina von Lew Tolstoi (man betont Karenina ja auf dem „e“) kann ich ja unbedingt empfehlen. Er gibt einen unglaublich detaillierten, vor allem nicht schwülstigen Einblick in das russische Leben zur damaligen Zeit. Und aus russischer Sicht den Blick auf das damals weltweit noch große Problem des Ehebruchs. Der Eifersucht, der Liebe, des Hasses, der Verzweiflung, der Konkurrenz, des Abgrundes, der gesellschaftlichen Erwartungen. Es endet ja tragisch.

Im Bayerischen Nationaltheater in München hat jetzt also – ich hatte die Chance, hinzugehen – Christian Spuck den 1000-Seiten-Roman als Ballett auf die Bühne gebracht. HIER ein Trailer. Und HIER (das kleinere Video rechts anklicken) ein Video mit Erläuterungen von Christian Spuck und den beiden „Protagonisten“ sowie weiteren Ausschnitten der Inszenierung. Ansehen! In den Videos sieht es fast kitschig aus, ich finde aber, Christian Spuck hat das Gespür, Kitsch zu vermeiden. Es wird Eleganz.

Ballett kann man „mögen oder nicht mögen“, finde ich, es ist nicht so diskursiv wie Theaterabende sein können. Ich hatte mich aber dennoch sehr darauf gefreut, denn:

Ich erinnerte mich: Als junger Student hatte ich tatsächlich (!) längere Zeit den Gedanken, das Gefühl, dass ich am liebsten Balletttänzer wäre! Nicht viele Worte, sondern Tanz, das hatte mir gefallen! Ich hatte ein Jahr in Lausanne studiert, dort erschien beim jährlichen Prix de Lausanne irgendwie auch der Ballettstar John Neumeier, ich glaube als Mitglied der Jury. Oder es gab einen John-Neumeier-Preis für den Nachwuchs. Aber für Ballett muss man ja schon als Kind mit Tanz beginnen. Tja, daraus ist leider nichts geworden. Knapp daneben, ich wurde Rechtsanwalt. Naja, das ist doch ähnlich, es ist eben Ballett mit Worten? Nein, es ist eher Fechten mit Worten, würde ich sagen!

Und es gab noch einen besonderen Grund, hinzugehen: Ich hatte im Blog zu Ostern über Christian Spuck geschrieben. Er hatte mit dem Staatsballett und dem Staatsorchester Zürich das Verdi-Requiem („Messa da Requiem“) als Ballett mit Chor inszeniert. Es wurde zusammen mit einer Dokumentation über Spucks Arbeit auf 3sat gesendet. Ich war damals wahrlich begeistert! Jetzt war er zur Münchner Ballettwoche 2018 eingeladen.

Also bin ich hin. Und, was soll ich sagen: Ich war baff! Es wäre anmaßend, wenn ich jetzt hier eine detaillierte Kritik mit Pros und Contras bringen würde! Aber: Erster Gedanke mit Blick durch das Nationaltheater: Es ist schon ein Privileg, ich möchte sagen: elitär, es zu erleben. Man sollte einmal pro Monat einen Abend für Harz IVler geben! Kunst sollte nicht elitär sein! Allein das extreme Erlebnis, danach aus dem Nationaltheater in einen lauen Frühlingsabend zu treten, Blick auf die Frauenkirche und die Maximilianstraße … . Das sollte eigentlich nicht immer nur Wohlhabenden vorbehalten sein.

Während der Aufführung – und danach – dann der Gedanke: Diese unglaubliche Eleganz des Balletts, diese unglaubliche Schönheit des Bühnenbildes, der gesamten Choreographie, der Kostümierung, der Farben, diese unglaublichen Leistungen der TänzerInnen, die so treffende russische Musik, all das erleben zu können. Alles hatte eine irre Leichtigkeit trotz des so schweren Lebens von Anna Karenina. Gut, sie lebte in feinen Kreisen. Die Musik brachte dabei generell russische Schwere hinein, fand ich. Aber genau das war passend! Allein das Zusammenspiel von Musik (Auswahl Christian Spuck) mit dem Tanz, der Choreographie, dem Russischen. Leichtigkeit und Schwere mischtern sich so den Abend hindurch. Beides in Formvollendung. Die Trailer oben lassen es erahnen.

Und dann noch die Überlegung: Man sitzt da und betrachtet einfach mal so Menschen, die allein mit phantastischen körperlichen Bewegungen, mit Tanz, etwas zum Ausdruck bringen. Das allein macht doch etwas mit einem! Man rutscht komplett weg vom banalen Alltag! Etwa der – für mich – beeindruckendste Tanz von Jonah Cook und Lauretta Summerscales als Kostja (Lewin) und Kitty, dem zweiten verliebten Paar, dem der Roman folgt. Es war der erste Tanz nach der Pause.

Es waren also völlig andere Eindrücke als bei einem Theaterbesuch, zwei Welten. Auch wenn es um die Geschichte eines Romans ging, was ja in beiden Vorführungsformen vorkommt. Beeindruckend allemal!

 

 

 

LITERATUR: Merce Rodoreda – Auf der Plaza del Diamant

Wieder etwas neben Allem: Mehr zufällig bin ich auf das Buch „Auf der Plaza del Diamant“ von Merce Rodoreda gestoßen. Ich hatte etwas völlig anderes erwartet. Gabriel Garcia Marquez sagte laut Buchdeckel:

Ich weiß nicht, wie oft ich den Roman wieder gelesen habe, und einige Male auf katalanisch, mit einer Mühe, die viel über meine Verehrung aussagt.

Und ebenfalls auf dem Buchdeckel steht ein Zitat von Roger Willemsen:

Wer nicht davon lassen kann, wie ich, beginnt nach dem Umblättern der letzten Seite gleich wieder mit der ersten.

Beides klang sehr vielversprechend. (Aber man weiß ja nie, ob solche Zitate nicht eher Goodwill – Aktionen gegenüber dem Verlag sind.)

Merce Rodoreda ist, habe ich gelernt, eine katalanische Schriftstellerin. Man sagt, sie sei „eine der bedeutendsten katalanischen Autorinnen des 20. Jahrhundert“, Der Roman „Auf der Placa del Diamant“ habe sie berühmt gemacht, er wurde in 20 Sprachen übersetzt. Geboren war sie 1908, gestorben am 13. April 1983, also vor fast genau 35 Jahren. Katalonien ist ja ganz aktuell momentan.

Etwas genauer: Sie wurde 1908 in Barcelona geboren, ihre ersten Bücher erschienen in den dreißiger Jahren, darunter der mit dem Preis Crexells ausgezeichnete Roman „Aloma“. Dann begann ein fast zwanzigjähriges Schweigen: Merce Rodoreda ging, wie viele republikanische Katalanen, ins Exil nach Paris, bis sie vor den deutschen Truppen in den unbesetzten Teil Frankreichs floh und schließlich nach Genf zog. Hier arbeitete sie als Übersetzerin für die Unesco und begann wieder zu schreiben. Es entstanden die Romane, die sie berühmt machten: „Auf der Plaça del Diamant“ und „Der zerbrochene Spiegel“. Merce Rodoreda starb 1983 in Girona.

Das Buch Auf der Plaza del Diamant hat mich dann überrascht, da der Schreibstil so simpel ist, wie ich es noch nie gelesen hatte. Ich wollte es fast weglegen. Es wird kaum ein Buch geben, in dem etwa öfter das Wort „und“ vorkommt, was nicht an der Übersetzung liegen wird. Und dennoch berührt das Buch. Mit einfachsten Worten beschreibt Rodoreda (ACHTUNG: Ab hier sollte nicht weiterlesen, wer es selber lesen will!) ihre Liebe zu einem jungen Mann, ihr Leben mit ihm, sie bekommen zwei Kinder, die Zeiten des großen Elends während des spanischen Bürgerkriegs, ihr Mann zieht in den Krieg, sie schildert ihren Verlust des Lebenswillens, will sich und die beiden Kinder schon fast umbringen, schildert den Verlust ihres Mannes und ihre „Flucht“ in die Ehe mit einem älteren Mann, den sie schon lange kennt. Es ist wie eine Rettung für sie und ihre Kinder. Ein letztlich sehr berührendes Buch, das gerade durch die Einfachheit der Sprache die Situation sehr nahe bringt.

Zu einer Leseprobe geht es HIER

THEATER: Claus Peymann

Ein Tipp: SWR Mediathek und ARD Mediathek. Wenn man an die deutsche/deutschsprachige Theaterszene der letzten 50 Jahre denkt, muss man an den großen Theatermacher Klaus Peymann denken. Er wird im Juni  81 Jahre alt. Erst war er Theaterdirektor in Stuttgart, dann Intendant in Bochum, danach viele Jahre Intendant des Wiener Burgtheaters und dann bis Juli 2017 Intendant, künstlerischer Leiter, Geschäftsführer und Alleingesellschafter des BERLINER ENSEMBLES. Er galt ja jahrelang als der umstrittenste Theatermacher.

Die spektakulärste Begegnung seines Lebens sei, sagt er, diejenige mit Thomas Bernhard gewesen. Viele Stücke von Thomas Bernhard hatte er in den vergangenen Jahren uraufgeführt.

Auf SWR war letztens ein eineinhalbstündiges Porträt von Klaus Peymann zu sehen. Man kann es derzeit noch auf der Mediathek ansehen. Sein Lebensweg. Theater ist und war sein Leben. HIER der Link. Noch wenige Tage zu sehen!

Übrigens: Klaus Peymann kommt am 24.April 2018 in die Münchner Kammerspiele! Eine Lesung aus dem in Österreich damals verbotenen Buch „Holzfällen – Eine Erregung“ von Thomas Bernhard!

Copyright des Beitragsbildes: free use