THEATER und LITERATUR: Benjamin von Stuckrad-Barre – Panikherz

Alle Tage sind gleich lang, jedoch verschieden breit.“ Diesen schönen Spruch hat Udo Lindenberg einmal getan. „Breit“ kann man gerade bei Udo Lindenberg natürlich so oder so verstehen! Der Satz steht auf einem Siebdruck eines limitierten Aquarells von ihm.  Udo Lindenberg kennt ja jeder: Es ist doch dieser Mann, der sein Leben lang einen Mann spielt, der Udo Lindenberg ist ….

Der Satz über die Länge und Breite der Tage wird wiederum zitiert in der Inszenierung „Panikherz von Oliver Reese am Berliner Ensemble. Habe ich gesehen. Die Inszenierung geht wiederum zurück auf ein Buch. Das BuchPanikherz von Benjamin von Stuckrad-Barre. Habe ich dann gelesen. Über beides schreibe ich hier.

Und was das jetzt noch mit Udo Lindenberg zu tun hat? Zum Einen hat Panik immer mit Udo Lindenberg zu tun. Ich glaube Udo Lindenberg hält sämtliche Markenrechte an dem Wort „Panik“. Zum Anderen erzählt Benjamin von Stuckrad-Barre im Buch Panikherz wahnsinnig viel von seiner schon in Jugendjahren bestehenden Liebe zu eigentlich allen Udo Lindenberg Songs, er ist mit ihm befreundet.

„Panikherz“ nach Benjamin von Stuckrad-Barre wird als Theaterstück in der kommenden Spielzeit am Berliner Ensemble weiter gebracht werden.

Zum Buch: Mir hätte ein Lektor das Buch um die Ohren gehauen. Aber Benjamin von Stuckrad-Barre hat ja einen Namen und schon einiges veröffentlicht. Das schlaue Wikipedia sagt:

Bekanntheit erreichte er vor allem mit seinem 1998 erschienenen Debütroman Soloalbum sowie dem 2003 entstandenen gleichnamigen Film. Durch den Erfolg dieses Romans und seiner folgenden Werke entwickelte sich Stuckrad-Barre zu einem der neuen deutschen Popliteraten der 1990er Jahre.

Das Buch ist eine autobiografische Erzählung des bisherigen Lebens von Benjamin Stuckrad-Barre. Eine völlig lineare Erzählung, ohne Höhepunkte, ohne einen besonderen Stil (außer: locker dahingeschrieben), ohne Hervorhebung oder Darstellung bestimmter Personen oder Gegebenheiten oder eines Themas, absolut ichbezogen, stoned, literarisch nicht besonders, nur anfangs lustig, mit abnehmender Tendenz. Man kann es lesen, um den irren Lebensweg von Benjamin Stuckrad-Barre zu sehen. Sein Leben gibt viel her. Haben offenbar auch viele gemacht, sagt die SPIEGEL-Bestsellerliste.

Auf den ersten Blick kann man sagen: „Naja, einer dieser Medienfuzzis, die es geschafft haben, ins Fernsehen zu kommen und bekannt zu werden. Und irgendwie nichts ernst nehmen. Einfach das Leben als irre Welle mitnehmen.“ Das sagt am Anfang der Inszenierung auch eine der vier SchauspielerInnen, Bettina Hoppe: Jede Welle schlägt gegen die Felsen nach dem Motto: „Ist mir egal – wumm – ist mir egal – wumm – egal –„. So mag er es. Naja! Talkshows, Bücher, Freundschaft mit Christoph Schlingensief, Freundschaft mit Udo Lindenberg, überall einen Fuß in der Tür der Medienwelt, journalistische Tätigkeiten bei der Zeitschrift Rolling Stones, der taz, beim NDR, Autor für die Harald Schmidt Show, alles Backstage, alle Exzesse der Welt, Alkohol, Drogen, Bulimie, mehrere Entzugstherapien und so weiter. Exzessiv, aber mehr nicht.

Das Buch zeigt, wie Benjamin von Stuckrad – Barre immer schön am Abgrund entlang lief. Er war eine Zeit lang ziemlich kaputt (das schreibt sich allerdings ziemlich undramatisch). Zeilen aus Liedern von Udo Lindenberg, aber auch von vielen anderen Musikern seiner Zeit, werden immer wieder gebracht. Vor allem die Musik von Udo Lindenberg scheint zu seinem Befinden gepasst zu haben.

Aber er hat es immerhin geschafft, nicht endgültig abzustürzen. Ich muss das umfangreiche Buch noch zu Ende lesen, es ist aber – finde ich – so schlechte Literatur, ich brauche eine Pause. So gesehen mein Fazit: Interessant, auch diesen Weg zu sehen, aber nicht unbedingt zu empfehlen! Strandlektüre vielleicht.

Zur Inszenierung: In der Inszenierung von Oliver Reese (auch Intendant des BE, Nachfolger von Claus Peymann) hört man immer wieder Ausschnitte aus Stücken von Udo Lindenberg. Ein schönes Potpourri, auch wenn es klanglich nicht immer überzeugt. Livemusik und die Schauspieler singen.

Alle vier Schauspieler stellen Benjamin von Stuckrad-Barre dar und erzählen aus dem Buch. Wie eine mitgespielte Lesung. Am überzeugendsten spielt – finde ich – Nico Holonics, der den Verfall von Stuckrad-Barre am exzessivsten darstellt. Und Carina Zichner, die eine erstaunliche Bühnenpräsenz hat. Sie stellt Benjamin Stuckrad-Barre vor allem in jungen Jahren dar. Die Inszenierung hat mir gefallen! Nicht gekünstelt, nicht überdrallert, nicht affektiert, nah am Buch. Klares Bühnenbild, vorne nichts und im Hintergrund eine Bar, Livemusiker. Aber das Buch selbst ist eher eine Zumutung..

UND ACHTUNG: Am 6. Oktober 2018 gibt es im BE (Berliner Ensemble) eine lange Benjamin-von-Stuckrad-Barre-Nacht mit einer Sondervorstellung von „Panikherz“ um 17.00 Uhr und einer anschließenden Marathonlesung „20 Jahre Soloalbum“ ab 19.30 Uhr mit Benjamin von Stuckrad-Barre und zahlreichen Gästen. Amüsant allemal!

HIER der link zur schönen Seite des Berliner Ensembles online zum Stück „Panikherz“.

Copyright des Beitragsbildes: Julian Röder, BE

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MUSIK: Jorja Smith – Teenage Fantasy

Ich habe in der taz über sie gelesen:

Das Pop-Jahr 2018 … schüttelt nun das nächste Ass aus dem Ärmel: Das am stärksten erwartete R&B-Album stammt von Jorja Smith.“

Und

„Hochgradig eigenständig, dennoch angeschlossen an die Tradition von R&B-Sängerinnen wie Erykah Badu oder Amy Winehouse: „Lost & Found“, das Debütalbum von Jorja Smith

heißt es zu Beginn des Artikels. Sie ist Britin, liest man. Viel mehr weiß ich noch nicht über sie. Es lohnt sich aber wirklich, reinzuhören:

FILM: Esbjörn Svensson

Ein Hinweis:

Kürzlich hatte ich im Blog Musik des Esbjörn Svensson Trio eingestellt. Der Jazzpianist Esbjörn Svensson ist ja vor genau zehn Jahren (unglaublich!) bei einem seiner ersten Tauchgänge vor Stockholm in jungen Jahren, im Alter von 44 Jahren, ums Leben gekommen. Für viele Jazzfanatiker bis heute tragisch! Heute, am Donnerstag, den 14. Juni 2018, bringt der bayerische Rundfunk auf BR-Klassik um 23:05 Uhr eine Hommage zum zehnten Todestag von Esbjörn Svensson. Auch online zu hören.

HIER der link zum Podcast der Sendung auf der BR – Homepage!

Das Esbjörn Svensson Trio galt ja schon als ganz große Jazzgruppe der damaligen Zeit. Sie hätten einen „herausragenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Jazz“ geleistet. Kann ich nicht beurteilen, aber es gefällt mir.

Ebenfalls hörenswert: Vor kurzem kam tatsächlich noch eine CD von e.s.t. heraus, rechtzeitig vor dem 10. Todestag: e.s.t. Live in London, eine Aufnahme aus dem Mai 2005. HIER hier eine Besprechung der CD auf BR-Klassik.

Das Hamburg-Konzert des Esbjörn-Svensson-Trios „e.s.t. live in Hamburg“ wiederum ist ja 2010 von der britischen Zeitung „The Times“ zum Jazz-Album des Jahrzehnts gekürt worden.

Hier ein Ausschnitt aus der CD „e.s.t. live in Hamburg“:

 

FILM und MUSIK: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Frances McDormand hat den Oscar 2018 für die beste Hauptdarstellerin bekommen. Sam Rockwell hat den Oscar 2018 für die beste Nebenrolle bekommen. Ich gehe nicht häufig ins Kino, fand beide aber grandios. Ich und mein elitäres Leben mit solchen Dingen! (Ich glaube aber, dass ich kein elitäres Gehabe an den Tag lege!) Beide Schauspieler haben den Oscar für ihre Rollen im Film „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ bekommen, der derzeit läuft. Ich würde nicht schreiben, wenn ich ihn nicht empfehlen könnte. Es ist ein Film, der vielen gefallen wird, die nicht unbedingt Klamauk sehen wollen.

Es geht im Prinzip, denke ich,  darum: Wie geht man miteinander um? Rücksichtslos? Brutal? Verständnisvoll? Man sieht viele krasse Verhaltensweisen, rüden, selbstherrlichen Umgang miteinander, und nichts kommt voran. Dann am Ende aber zeigt einer der Polizisten Verständnis für die Frau, deren Tochter brutal vergewaltigt und getötet wurde. Es gibt auf Youtube auch Clips, in denen ein Film genauer erklärt wird, muss ich mir mal ansehen, sollte man öfters machen. Etwa DEN HIER, der nach dem Sinn des Endes des Films fragt.

Der Soundtrack des Films war auch für den Oscar 2018 nominiert, hat ihn aber nicht bekommen. Mir hat er sehr gefallen. Verantwortlich für die Musik: Carter Burwell, einige Stücke hat er selbst komponiert.  Er arbeitet viel mit den Coen – Brüdern zusammen, wobei übrigens Joel Coen mit Frances McDormand verheiratet ist!

Also hingehen, ist mein Tip!

Hier ein kurzes, aber schönes Stück des Soundtracks. „Billboards on Fire“ von Carter Burwell:

MUSIK: Esbjörn Svensson Trio – Viaticum

Heute einmal wieder Musik. Sie gehören auf jeden Fall dazu: Die drei vom schwedischen Esbjörn Svensson Trio. Das Trio wurde weltweit von Jazzkennern gefeiert. Wikipedia schreibt, sie hätten einen „Jazztrio-Klang geschaffen, der mit seinen Anleihen beim Sound der Pop- und Rockmusik dem Jazz neue Hörer erschloss„. Es ist tragisch, Esbjörn Svensson starb 2008 im Alter von gerade einmal 44 Jahren bei einem seiner ersten Tauchgänge bei Stockholm!

Hier das schöne Lied Viaticum:

Ein Tipp vor Ostern

Ich sage ja immer wieder: Wenn wir die Kunst nicht hätten! Und wenn wir nicht Menschen hätten, die außergewöhnliches leisten können! Da gebe ich gerne einen Tipp. Wer vor Ostern etwas Zeit hat, könnte sich dies hier ansehen. Es ist meines Erachtens absolut außergewöhnlich schön! Und es passt zu Ostern: Giuseppe Verdi, Messa da Requiem.
Es ist eine Inszenierung des Opernhauses Zürich aus dem Jahre 2016,  Verdis Oper für Orchester, Chor und Ballett. Es wurde gestern, Samstag, 24. März 2018, auf 3sat gesendet. Es ist jetzt noch wenige Tage auf der Mediathek von 3sat zu finden. Ein außergewöhnliches Erlebnis!! Eindrucksvoll ist auch die gestern im Anschluss gesendete Dokumentation über die Entstehung der Inszenierung. Muss man sich auch ansehen! Es ist eine Choreografie und Inszenierung von Christian Spuck.
Unglaublich schön etwa sind die Sequenzen bei Minute 1:03:40 bis 1:09:00 und 1:20:50 bis 1:23:45.
Man spürt in jeder Bewegung fast den Konflikt von Leben und Tod. Diesen Konflikt, der das Requiem ausmacht. Es geht ja auch nicht um die Höchstleistung an sich, es geht darum, wie sie es schaffen, uns all das nahezubringen!
Hier der Link auf die Mediathek: AUFFÜHRUNG
Hier der Link zur Dokumentation: DOKUMENTATION
Hier der Link zu Wikipedias Beitrag zu Verdis Messa da Requiem: WIKIPEDIA

MUSIK: Matija

Matija. Matija Kovac. Ich hatte ihn mal vor zwei Jahren etwa auf einer kleinen Session erlebt. In einem kleinen Popup-Store in der Hildegardstraße in München, M+. Er hatte was, fand ich! Er hatte damals gerade sein Abitur auf dem Maxgymnasium gemacht. Matija nannte damals seine Band noch „The Capitols“. Jetzt hatte ich irgendetwas von ihm gelesen. Im März hat er einen Auftritt in München. Und es gibt eine CD: 5th Avenue. Mir gefällt nicht alles von ihm, ich bin ja oft eher für recht bedächtige Musik. Daher hier der Song Justify Your Love.

MUSIK: Noga Erez – Black Friday

Eine israelische Sängerin – Noga Erez – jung – 2017 ihr Debutalbum – ich weiß nicht viel über sie. Sie mag Israel, aber nicht die Politik Israels. Am 08. und 09. Juni ist sie in München! Ihre Website ist HIER.

Israelische Medien feiern sie als Stimme einer Generation junger Israelis, die sich nicht mit Premier Benjamin Netanyahu und seiner konservativ-orthodoxen Sicherheits- und Siedlungspolitik identifizieren können. Einer Generation junger Israelis, die von Gewalt und Terrorangst genug haben und sich nach Frieden in ihrem geteilten Land sehnen. Frustrationen und Ängste kann man auch in ihrer Musik hören. Hier der Song Black Friday, mit fast vorwurfsvoller junger Power, aber nicht nur Protest! Es hat durch den Hintergrundsound und auch durch die Bühnenbeleuchtung etwas von einem U-Boot. „Schiffe versenken“.

 

THEATER und MUSIK: Florence and The Machine – Various Storms and Saints

Der Blogbericht und die Musik unten gehen zurück auf die Inszenierung „Juliet & Romeo“ in den Kammerspielen. Eine Inszenierung des US-Amerikaners Trajal Harell. Ich hatte es schon gesehen, HIER mein damaliger Blogbericht. Ich habe es ein zweites Mal angesehen, wie so oft. Theaterstücke zweimal anzusehen kann ich empfehlen! Es müsste ein vergünstigtes Angebot zum Kauf von Karten zweier Aufführungen desselben Stückes geben! Einmal ansehen ist oft nur halb ansehen!

Juliet & Romeo geht zurück auf Romeo und Julia von Shakespeare. Die Inszenierung von Trajal Harell ist ein Extrakt der Geschichte um Romeo und Julia. Es geht nicht um die altbekannte Geschichte: Romeo flieht nach der Ermordung des Cousins von Julia, Tybald, nach Mantua, Julia soll verheiratet werden, nimmt einen Schlaftrunk, stellt sich tot, jemand berichtet Romeo fälschlicherweise, Julia sei tatsächlich gestorben. Romeo eilt zurück und bringt sich angesichts seiner Liebe und Trauer um Julia um, Julia wacht wieder auf, tötet sich daraufhin auch angesichts des Todes von Romeo. Im Zentrum der Aufführung von Trajal Harell steht die Trauer. Die Trauer und Erinnerung von Julias Amme. Alles ist nur noch Erinnerung. Die Bühne zeigt am Boden zwei tiefergelegte Gräber, eines in mattten Blautönen, eines in matten Rottönen. Mehr ist nicht auf der Bühne. Das „Geschehen“ der Inszenierung findet um die Gräber herum statt. Trajal Harell selbst spielt die Amme. Im Zentrum der Trauer steht ein Tanz von Trajal Harell, untermalt von der Musik, die ich hier bringe: Florence and The Machine mit Various Storms and Saints. Zugegeben kein lustiges Lied. Trajal Harell drückt in wunderbaren Bewegungen sitzend Trauer, Verzweiflung und Hilflosigkeit aus. Das muss man erst einmal schaffen!

Shakespeares Drama ist für Harrell initiierendes Sprungbrett für sein Unterfangen. Harells Trauer – als Amme – befasst sich grundsätzlich mit dem Tod und der Erinnerung. In der modernen Zeit findet er einen Ansatz in Fashion Shows, ebenfalls Sinnbild für Vergänglichkeit. Und überall spielt der Tod hinein. Wir können uns noch so sehr präsentieren, gegeneinander kämpfen etc., schön machen, behaupten: Der Tod spielt überall mit. Haltung und Formgebung bleiben letztlich sinnlos. Erstmals arbeitet Trajal Harell mit Schauspielern. Ein weiterer Eindruck: Trajal Harell vereint am Rande der Bühne eine Art Gesamtschmerz in sich, ein Schmerz, der die Welt regiert, der auch heute gegenwärtig ist. Dessen wir uns auch immer bewusst sein müssen. Die anderen Mitwirkenden, allesamt mänliche Tänzer und Schauspieler, zeigen dagegen Konkreteres. Sie deuten Motive aus Romeo & Julia an, sie deuten das Verhalten von Models auf Fashion Shows an. Sie zeigen Trauer, aber die konkretere Trauer von Romeo und Julia. Sehr beeindruckend die Szene, in der Thomas Hauser in langen Zügen Julias Trauer und Selbstmord zeigt! Dass keine weiblichen Tänzerinnen/Schauspielerinnen mitwirken, passt gut, um dem Stück nicht zu nahe zu kommen.

Zwei der acht Mitwirkenden sind Schauspieler der Kammerspiele, Thomas Hauser und Damian Rebgetz.

Zum Video: Der Song beginnt nach 50 Sekunden! HIER der Songtext. Es ist wahrlich kein einfacher Text. Er wird Passendes ausdrücken! Ich werde ihn mehrfach lesen müssen.

 

Copyright des Blogbildes: Orpheas Emirzas

MUSIK: Amy Winehouse – „I love you more than you’ll ever know“ und „Wake Up Alone“

Die phantastische Amy Winehouse wurde nur knapp 28 Jahre alt! Sie wurde am 14. September 1983 in Southgate, London, geboren und starb am 23. Juli 2011 in Camden, London. Ich bringe unten zwei Songs, einen ganzen Abend könnte ich mit ihrer Musik gestalten. I love you more than you’ll ever know und Wake Up Alone.

Sie hätte mehr verdient gehabt: Nach ihrem internationalen Durchbruch hatte sie mit Drogenmissbrauch und mit psychischen Problemen zu kämpfen. Mitschuld an ihrer Drogensucht wurde entsetzlicherweise ihrem Ehemann Blake Fielder-Civil zugeschrieben, mit dem sie 2007 bis 2009 verheiratet war. Er gestand sogar, sie an harte Drogen herangeführt zu haben und sie daran gehindert zu haben, eine Entziehungskur zu machen. Man sieht ihn, Blake Fielder-Civil, in der Sequenz 0:42 des Videos zu Wake Up Alone. Amy Winehouse schaut erst längere Zeit auf den Balkon – die Hand zum Schutz gegen die Lichtstrahler über den Augen. Und dann sagt sie zu ihm in dieser Sequenz sogar: „I love you!“. Man kann es ihren Lippen ablesen!

Von 2007 bis Ende 2008 litt sie außerdem an Bulimie, die durch die Drogensucht ausgelöst worden war. Erst als sie sich Ende 2008 von Blake Fielder-Civil getrennt hatte, gelang es ihr, von den harten Drogen loszukommen. Sie hatte aber wiederum Alkoholprobleme, die sich während ihrer Engiftung verschlimmerten! Am 23. Juli 2011 ist sie an einer Alkoholvergiftung mit 4,16 Promille im Blut (!) tot aufgefunden worden. Sie wurde auf dem Edgwarebury Jewish Cemetery im London Borough of Barnet, einem nördlichen Stadtbezirk von London, beigesetzt.

 

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