THEATER: Rimini Protokoll und Thomas Melle – Unheimliches Tal/Uncanny Valley

Heute Abend gibt es vielleicht noch ein paar Restkarten. Es wird die letzte Vorstellung im November sein. Im Dezember kommt es dann zweimal. Mehr weiß ich nicht. Ich habe es leider erst gestern gesehen, konnte also nicht früher darüber schreiben.

Davor wurde gerade noch – in anderer Runde – über „politisches Theater“ gesprochen und dann sieht man es in der Vorstellung „Unheimliches Tal“ (Es ist eine Produktion von Rimini Protokoll und  dem Autor Thomas Melle. Letzterer ist ja sehr bekannt geworden durch sein Buch „Die Welt im Rücken“.  Und das Theaterstück „Die Welt im Rücken“ am Wiener Burgtheater hat Furore gemacht): Die Zeit überrennt uns! Da hilft kein politisches Hin oder Her. Gut, umso mehr müssen wir aufpassen, wie wir die Veränderungen politisch steuern. Aber aufhalten können wir sie nicht. Einige jedenfalls nicht. Es geht in der Politik eben immer um das „Wie“. Das „Was“ kommt ohnehin. So erlebt man auch „Unheimliches Tal“ (HIER der Link zur Seite des Abends bei den Kammerspielen). Man sitzt einer Person gegenüber, die kein Mensch ist, sondern ein Roboter. Ein sogenannter humanoider Roboter. Eine Stunde lang redet er mit dem Publikum. Und als Zuschauer hat man bisher sicher zumeist ungekannte Eindrücke.

– Er bewegt sich genau so, wie wir es kennen oder erwarten, wenn geredet wird. Man merkt fast, was man für Erwartungen hat. Oder Gewöhnungen. Gut, an seinen Bewegungen erkennt man schon noch, dass es ein Roboter ist. Aber das ist ja vielleicht gerade gewollt! Man fühlt sich vielleicht umso mehr in einer eigenartigen Position! Und weit ist es wahrscheinlich nicht mehr bis dahin, dass man es nicht mehr erkennt, kann man sich vorstellen.

– Er sieht menschlich aus. Wie Thomas Melle.

– Er erzählt von sich als Thomas Melle, den er ja verkörpert.  Und er erzählt von sich als Roboter. Er erzählt, wie unangenehm es ihm war, nachgebaut zu werden.

– Er bezieht das Publikum in seine Überlegungen mit ein. Schon dadurch gibt man ihm irgendwie menschliche Qualitäten.  Man fühlt sich ja plötzlich betroffen. Man weiß: Man sitzt einem Roboter gegenüber, aber dieses Gefühl verwischt immer wieder.

– Er stellt Fragen in des Publikum. Er schaut einen an.

– Entwickelt man Empathie für ihn? Findet man es nicht sogar gut, dass er so  verständlich und unaufgeregt redet?

–  Man hat ja fast weniger Zweifel dem Roboter gegenüber. Er wird ja wohl keine Fehler machen. Nicht irgendwie emotional reagieren.

– Wie ist das Verhältnis von Thomas Melle zu seinem Nachbau? Und man fragt sich fast: Wie ist andersherum das Verhältnis des Nachbaus zu Thomas Melle? Obwohl das ja gar nicht geht. Oder doch irgendwann?

– Es geht hin und her. Dann erzählt er etwa, dass er ein Interview geführt hatte. Und auf der hinter ihm stehenden Leinwand sieht man Thomas Melle als menschliche Person, wie er dem Interviewpartner zuhört.

– Und dahinter steht ja noch eine Thematik: Thomas Melle leidet ja an bipolarer Störung, also der Entfernung von sich selbst (oder Persönlichkeitsspaltung oder ähnlich, ich bin kein Mediziner). Und genau das geschieht ja auch wieder mit Thomas Melle, wenn er auf eine gleich aussehende Roboteranimation blickt.

Lauter solche Eindrücke schwirren geradezu um einen herum, wenn man diese Stunde verfolgt. Und dann kann man sich denken: Naja, in Altersheimen etwa, für die Seniorenpflege, wird so ein Roboter vielleicht bald schon einmal eingesetzt werden! Ob das aufgehalten werden kann oder ob es dann wieder nur um das „Wie“ geht?

 

 

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THEATER: Politik im freien Theater – Who Moves?

Es geht noch bis Sonntag, das Festival „Politik im Freien Theater“. Es wird noch ein paar interessante Produktionen und ein interessantes Rahmenprogramm mit Diskussionen etc. geben. Ich habe gestern in der Muffathalle die Produktion „Who Moves“ von der Performancegruppe Swoosh Lieu gesehen.

HIER der Link zur Seite der Produktion.

Und HIER die Website von Swoosh Lieu. Als SWOOSH LIEU arbeiten aktuell Johanna Castell, Katharina Pelosi und Rosa Wernecke zusammen. Sie studierten am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und realisieren seit 2009 gemeinsam mit anderen Künstlerinnen Projekte im Bereich Performance und Installation. Auf der Unterseite zu „Who Moves“ sieht man ein Video zur Produktion und weitere Fotos.

Irgendwie war ich überfordert. Die Gruppe Swoosh Lieu ist bekannt dafür, dass sie – mit feministischem Ansatz – sehr präzise arbeitet. Fast dokumentarisch, sachlich. So auch in „Who Moves“. In der völlig verdunkelten und leeren Muffathalle werden im Laufe des Abends ziemlich bald beleuchtete Plexiglastische aufgestellt. Davor gab es Texte von Frauen auf dem schwarzen Boden der Halle zu lesen. Die dann um die Tische herum sitzenden Zuschauer sehen dort – siehe das Video –, wie Fotografien von Frauen und bestimmten Eindrücken zum Thema „Flucht und Migration von Frauen“ über den Tisch verschoben werden. Wie in einer Redaktion. Die Zuschauer können die Bilder nur erkennen, indem sie leere weiße Blätter über den Tisch schieben und so die Bilder sichtbar machen, die von oben auf die Tische projeziert werden. Sehr fein und ausgeklügelt ausgedacht. Zusätzlich kann man an den Tischen Texte von Personen lesen und hören, die sich über diese Bilder unterhalten. Man muss sich konzentrieren, man hat ja Kopfhörer auf, auf denen man die Texte, die man sieht, auch noch hört.

Am Ende der Veranstaltung werden an den beiden Längsseiten der Hallen schwarze Vorhänge zur Seite geschoben, sodass man genau diese Fotoaufnahmen  – zunächst verkehrt herum an der Wand hängend – jetzt in Ruhe und wirklicher Schärfe und Genauigkeit ansehen kann. Die Zuschauer gehen hin und können jedes Foto umdrehen, richtig herum an die Wand kleben, und gleichzeitig Texte über einzelne der gezeigten Frauen lesen. Man merkt, wie sich individuelle, engagierte und sehr persönliche, unerwartete Lebensideen hinter den auf den Fotos gezeigten Frauen auftun. Es scheinen mir intellektuelle Frauen zu sein. Es scheint darum zu gehen, zu zeigen, dass auch in der Flüchtlingsbewegung eine Frauenbewegung versteckt ist.

Fazit: Eine präzise, einfallsreich und kompliziert ausgeklügelte Veranstaltung. Man war in einer sehr besonders gestalteten Situation. Nichts für einfache Geister. Inhaltlich ging es wohl auch – nicht nur – darum zu zeigen, dass all die immer gleichen Fluchtbilder, die wir ständig erleben oder erlebt haben, eigentlich oft einen falschen Eindruck von den gezeigten Menschen vermitteln. Vielleicht müssen wir mehr anerkennen, dass hinter den „MigrantInnen“ teils hochinteressante und komplexe Leben stecken, die sehr bereichernd sein können. Und Swoosh Lieu zeigt die feministische Kraft, die im „Migrantenstrom“ steckt.

 

THEATER: Politik im freien Theater – Tender Provocations of Hope and Fear

Ich glaube, im Rahmen des Festivals „Politik im Freien Theater“ lässt es sich nicht vermeiden, dass ich auch über Dinge berichtet, die gar nicht mehr weiter gezeigt werden. Mache ich eigentlich nicht so gerne. Ich will ja nicht sagen: „Schaut mal, was ich alles mache!“ Ist ja alles schon egozentrisch genug heutzutage! Ich will ja eher kleine Anregungen geben!

Aber zum Beispiel gestern Abend: Tender Provokation of Hope and Fear. Es ist zwar ein „Langzeitprojekt“ von Jessica Huber und James Leadbitter, sie ziehen von Stadt zu Stadt! Aber auf dem Festival „Politik im Freien Theater“ kann man es nicht mehr sehen.

Anregung gab der Abend mit dem Holzhammer! „Ein Abend des Teilhabens“ heißt es im Programm. Aber fürchterliche Anregungen! Man wurde mehrfach konfrontiert mit ganz schlimmen Schicksalen! Etwa Menschen in Indonesien, die – weil sie für psychisch krank und von Dämonen besessen gehalten werden – jahrelang in engsten Käfigen festgekettet leben. Oder liegend und die Beine zwischen Holzstämmen fixiert! Oder wochenlang im Wasser stehend! Oder die Frau im Rollstuhl, Entschuldigung: Man könnte fast sagen äußerlich ein „Klumpen Mensch“, ohne Beine, glaube ich. Sie wird nicht viel eigenständig machen können in ihrem Leben! Das ist nicht abwertend oder böse gemeint! Vielleicht unterschätze ich es auch! Sie liest den Brief eines Menschen vor, zu dem sie engeren Kontakt hatte und der sich zurückzog. Das sind Schicksale! Was denken sich wohl solche Menschen! Und wie gut es einem selber geht! Und wie groß die Spanne der verschiedenen Leben auf der Welt ist! Gut, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber man kann manche Menschen ja nicht mit ihrer Hoffnung alleine lassen! Schwer, schwer! Politik ist jedenfalls immer auch Teilhabe!

Zwei andere Beiträge habe ich weniger verstanden! Eine behinderte Frau zerrt sich ohne ihren Rollstuhl am Boden schleifend durch Londons Innenstadt. Wo ist da die Hoffnung, wo ist da Angst, habe ich mich gefragt. Sie hat sich freiwillig dieser extremen Situation ausgesetzt.

Und heute Abend gibt es das krasseste Gegenteil! Eine Ballettaufführung im Bayerischen Staatstheater! Aber da kann ich mir natürlich auch nur sagen: Das kann ich nicht!

©️ des Fotos: the vacuum cleaner

THEATER: Politik im freien Theater – Paradise Now

Da ich in den nächsten zehn Tagen fast täglich im Theater sein werde, um die verschiedensten Veranstaltungen des Festivals „Politik im Freien Theater“ anzusehen, habe ich mir überlegt, dass ich zu dem, was ich sehe, immer kurz und spontan schreiben werde.

Los ging es heute mit Paradise Now von der Truppe FabuleuseHIER die Onlineseite von Paradise Now. Am Ende der Seite findet man übrigens einen Trailer!

Zunächst: Was ist das für ein Festival? Es wird von der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet, existiert seit 1988 und findet mittlerweile im Drei-Jahres-Rhythmus in wechselnden deutschen Städten statt. Bisher in Bremen, Dresden, Berlin, Hamburg, Stuttgart, Köln und Freiburg. Gezeigt werden Produktionen der Freien Theaterszene, die sich mit gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzen. Aber nicht nur ansehen, sondern selber auch etwas machen! sagte Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, neben OB Dieter Reiter Redner bei der Eröffnung des Festivals. Irgendwo beitreten, soziales Engagement, NGO, eine Partei gründen etc. Es ist ja sonst die Gefahr, dass man ganz engagiert „entre soi mêmes“ bleibt.

Wer daran glaubt, dass gesellschaftspolitische Themen auch in das Theater gehören, sollte sich in der Tat unbedingt das Programm dieses Festivals ganz genau ansehen! Es gibt auch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Diskussionen, Lesungen, Vorträgen, Film, Ausstellungen, Konzerten und jeden Abend Party.

Paradise Now: 13 Jugendliche – wirklich sehr junge Mädchen und Jungs – zeigen ihr Lebensgefühl auf der Bühne in einer wilden Show, in der sie sogar etwas weiter zurückgehen, als ihr Lebensalter ist. Sie zeigen in jeweils kurzen Standbildern „ikonische“ Ereignisse seit den 68ern auf. Meist Erinnerungen an grausame Eregnisse, Korea, Srebrenica, 9/11, Olympia 1972, Israel/Palestina, Abu Graib, Syrien, etc. Aber auch Titanic, Muhammad Ali, die Gründung von Microsoft, das erste Handy etc. Fast erschütternd ist es dann, wie sie gegen Ende der Show zig Minuten lang bei wildester „Musik“ die völlige Zerrissenheit jedes Einzelnen zeigen, wie jeder um sich selbst kreist, unfähig ist innezuhalten, völlig hemmungslos ist. Sie klettern in die Zuschauerränge und ziehen sich Hemd und Hose vom Leib. Die Jungs und Mädchen völlig zügellos. Das scheint das Lebensgefühl zu sein, so, wie Sie es jedenfalls sehen! Sie schreien ihre Unzufriedenheit mit den Entwicklungen in das Publikum. Da sitzt man also der wirklich jungen Generation 12- bis 15-jähriger gegenüber, der ja die Welt gehört, und muss sich alles anhören! Etwas später erklärt sich jeder am Mikrofon zu seinen Wünschen und Klagen. Ich habe es leider nur akustisch schlecht verstanden!! Danach kommt eine Phase, in der sie alle ruhig am Boden liegen. Vielleicht ein Wunsch.

Es heißt: Die Jury war beeindruckt von der Ehrlichkeit, mit der die Jugendlichen ihre Lebenssituation beschreiben und ihrer Verzweiflung, aber auch ihrer Hoffnung Ausdruck geben, fernab von Floskeln und Stereotypen. Als sehr grundsätzliche Auseinandersetzung mit der Frage, ob oder inwieweit politisches Handeln – und damit politisches Theater – heute (noch) möglich ist, steht „Paradise Now (1968 – 2018)“ deswegen am Beginn des Festivals.

So ging das Festival los! Es wird sicher äußerst kritisch! Und Kritik ist immer wichtig!

HIER der Link zu den einzelnen Produktionen des Festivals.

HIER der Link zur Startseite des Onlineauftritts des Festivals. Von dort aus kann man auch das Rahmenprogramm einsehen.

 

THEATER: Politik im Freien Theater

Mein Theaterwahnsinn geht weiter! In Kürze beginnt das Festival „Politik im Freien Theater“, erstmals in München, vom 1. bis 11. November! Ich werde einige Stücke sehen und sicher darüber schreiben. HIER der Link zur Veranstaltungsseite!  Ein umfangreiches Programm!

THEATER: Peter Weiß – Marat/Sade

Eine der ersten Premieren der neuen Spielzeit! Marat/Sade von Peter Weiß wird in dieser Spielzeit am Münchner Residenztheater gebracht. Was ist das denn? Hört man selten! Das Stück heißt eigentlich kurz und knackig: „Die Verfolgung und Ermordung von Jean Paul Marat, dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes Charenton unter Anleitung des Herren de Sade“.

Und worum es geht? Es ist ein Drama, das zur Zeit der Französischen Revolution spielt. Es war sogar sehr schnell ein Welterfolg, in den Sechzigerjahren. Im Mittelpunkt stehen Jean Paul Marat und Marquis de Sade mit ihren damals konträren Weltanschauungen und Staatsentwürfen. Während Marat der Gesellschaft (zum Wohle aller, wie er glaubt) Moral und Tugend aufzwingen will, das (arme) Volk vertritt und die Revolution – blutig, wie sie geworden ist – rechtfertigt, resigniert de Sade angesichts der vorgeblichen Natur des Menschen, verlacht Marats sozialistische Ideen und sieht das Heil in der Loslösung des Einzelnen aus der Gesellschaft. Er vertritt den puren Individualismus. Könnte auch auf die heutige Zeit passen.

Der Autor Peter Weiß hat damals (1964) drei Zeitebenen gebaut:

  • Der Zeitpunkt des Todes von Jean Paul Marat (1793)
  • Der Zeitpunkt, zu dem Marquis de Sade sein Theaterstück über Marats Ermordung im Irrenhaus spielen lässt (wenige Jahre später)
  • Der Zeitpunkt, zu dem das Stück aktuell gezeigt wird.

Man erlebt hier alle drei Ebenen. 

  • Die Ermordung von Jean Paul Marat ist der Inhalt des Theaterstückes. Er wurde in einer Badewanne ermordet. Ständig sitzt oder liegt er in der blutgefüllten Wanne, schmerzerfüllt wegen seiner Hautkrankheit. Von der Attentäterin Charlotte Corday (Lilith Hässle) wird er – der Realität entsprechend – letztlich ermordet. Der Nationalismus unter Napoleon zieht damit auf! Auch Nationalismus und Abschottung sind ja fürchterlich aktuell!
  • Marquis de Sade (Charlotte Schwab) sitzt meistens seitlich an der Bühnenwand oder mischt sich ein. Zentral sind seine Diskussionen mit Jean Paul Marat (Nils Strunk) über die unterschiedlichen Weltanschauungen:  De Sade glaubt nur an sich, alles andere lohne sich nicht, und Marat glaubt an die Sache. De Sade sagt etwa:  „Ich pfeife auf diese Nation, so wie ich auf alle anderen Nationen pfeife, ich pfeife auf diese Bewegungen von Massen, die im Kreis laufen. Ich pfeife auf alle guten Absichten, die sich nur in Sackgassen verlieren. Ich pfeife auf alle Opfer, die für irgendeine Sache gebracht werden. Ich glaube nur an mich selbst.“ Das  ist doch heutzutage starker Tobak!  Dieser totaler Rückzug in den Individualismus geht doch heute nicht!
  • Nils Strunk als Jean Paul Marat wendet sich außerdem direkt an das Publikum und stellt aktuelle Bezüge her. Unterstützt durch ständige kleine Kommentare eines Ensemblemitglieds, das in den hinteren Reihen unter den Zuschauern sitzt.

Nun, ich würde selber gerne einmal Regisseur eines Theaterstücks sein. Aber wer lässt mich das schon machen? Oder wer lässt mich mitmachen! Ich würde mehr zuspitzen. Und ich würde das Publikum eher verstören wollen. Ich würde mich mehr in ein Thema hineinsteigern! Denn auch hier fand ich: Es war etwas gebremst. Was wird letztlich ausgesagt? Es ist ja politisches Theater! Und es werden ja sogar aktuelle Bezüge hergestellt! Söders Wahlplakate, das PAG etc. spricht Marat/Nils Strunk gegenüber dem Publikum an. Und genau dafür blieb es meines Erachtens etwas zu unklar. Gut, man kann über radikalen Individualismus nachdenken und über sozialistische Ideen. Letztere verlieren hier ja gnadenlos, sie werden „ermordet“, die sozialistischen Gedanken. Das halte ich schon für fragwürdig. Da hätte man den Konflikt zwischen Individualismus und sozialistischen Ideen doch mehr in den Brennpunkt holen können! Schauspielerisch von allen gut, aber eben „im Stück“ verhaftet. Aber da kommt meine Zuneigung der Performance gegenüber durch.

Was die Inszenierung angeht, muss ich sagen: Es war irgendwie ein bisschen ein Frank Castorf-Verschnitt. Ein halbherziger Castorf-Verschnitt. Es fanden sich einfach viele Elemente, die für eine Castorf-Inszenierung seit Jahren einfach typisch sind: Die Drehbühne, einige „schräge“ Gestalten, undefinierbare, durch dünne Wände getrennte Räume (fast in französischem blau-weiß-rot gehalten), ein Zauberer mit Zylinder, in Strapsen und mit kniehohen Lederstiefeln, der immer wieder zum Publikum spricht, Gittertüren, die die Durchgänge durch die sich drehenden Wände ergaben, all das (und mehr) sind zweifellos Castorf-ähnliche Elemente. Generell die Art der Inszenierung, fast die Spielweise der Schauspieler war in einer Linie mit Castorf. Jedenfalls waren es bühnentechnisch Denic-ähnliche Elemente. Denic ist es ja, der seit Jahren für die Castorfschen Inszenierungen die Bühnenbilder schafft. Es fehlte nur die bei Frank Castorf typische Videoleinwand! Und die fehlte vielleicht wirklich am ehesten. Die Regisseurin Tina Lanik (die das Residenztheater demnächst verlassen wird) hat hier meines Erachtens zu wenig auf Eigenes und Freches und wirklich Überraschendes zurückgegriffen. Das Stück hätte es hergegeben.

Ein anderer Eindruck übrigens: Die schöne Bühne des Residenztheaters wirkte durch die vielen sich bewegenden Wandkonstruktionen seltsam klein! Schade!

Ein weiterer Eindruck: Wieder einmal gibt das Programmheft eine fast radikalere Darstellung des Themas, als die Darstellung auf der Bühne.  Etwa Auszüge aus dem Buch von Micah White, „Die Zukunft der Rebellion. Eine Anleitung“, Berlin 2018. White schreibt im „The Guardian“ viel über Proteste, von Occupy (er ist Mitgründer gewesen) bis zu Trump. HIER der Link zu White im The Guardian.

So, jetzt habe ich einiges beschrieben, ohne besonders auf Inhaltliches einzugehen. Dazu kann man es sich ja ansehen, dann kann man sich Gedanken machen. Aktuell geht es ja in unseren Zeiten immer wieder um Individualismus/Sozialismus/Nationalismus/Abschottung/„irre Politiker“ etc.

HIER die Onlineseite des Residenztheaters zum Stück.

Oder man schaut sich einfach meine nächste (erste) Inszenierung an.

©️ des Beitragsfotos: Mathias Horn

THEATER: Shumona Sinha – Erschlagt die Armen

Es klingt im ersten Moment aggressiv und arrogant: “Erschlagt die Armen!” So heißt das Stück, das derzeit auf der Bühne im Werkraum des Residenztheaters gezeigt wird. Es ist eine Inszenierung nach dem Buch “Assomons les pauvres” der indisch-französischen Schriftstellerin Shumona Sinha. Das Buch hatte, liest man, bei seinem Erscheinen in Frankreich 2011 viel Aufsehen erregt. Es geht um das Asylsystem. Sinha hatte einige Jahre in Frankreich alles miterlebt, als Dolmetscherin in Asylverfahren gearbeitet. Nach dem Erscheinen des Buches hat sie ihren Job verloren.

Das Buch ist eine Art Rundumschlag gegen das letztlich verlogene Asylsystem. Aus der Sicht einer Dolmetscherin, die sich zwischen den Welten unwohl fühlt. Wut und Angst verspürt.

Warum der Titel? Er geht zurück auf ein gleichnamiges Prosagedicht von Charles Baudelaire, erschienen 1865. In dem Prosagedicht schlägt ein wohlsituierter Mann auf einen Bettler ein, der dann aber heftig zurückschlägt. Er zeigt sich ebenbürtig, was dem Mann wiederrum offenbar gefällt. Entweder deswegen oder um sich selber zu schützen, gibt er dem Bettler dann doch die Hälfte seines Geldes, er habe seine Würde bewiesen.

Zur Inszenierung: Ich mag Theaterabende, an denen wenige Schauspieler teilnehmen. Dieses Stück ist sogar ein Solostück. Noch dazu spielt Anna Drexler. Anna Drexler war längere Zeit an den Kammerspielen. Ich kenne und schätze sie aus einigen Auftritten. Ich muss sagen, ich wunderte mich etwas: Ich finde, sie kann noch mehr! Sie hat sehr viel Text, so ging vielleicht freie und deutlichere Spielweise flöten. Sehr schade, neue Facetten habe ich an ihr nicht gesehen. Irgendwie etwas zu einstudiert. Es war aber eben verdammt viel Text! Vielleicht passten auch das Bühnenbild und die Kostüme herum nicht zu ihr. Beides war sehr nüchtern. Auch das fand ich schade. Viele Neonröhren standen senkrecht um die schiefe Bühnenfläche herum. Grelles weißes Licht. Hautfarbener langweiliger Anzug. Viele Kopfhörer hängen von der Decke. Mehr war nicht. Nun ja. Wobei ich wahrlich nicht meine, das Bühnenbild müsse unbedingt viel aussagen!

Und zum Inhalt: Es war auch für den Zuschauer viel Text. Viele Aspekte, die man in dieser einstündigen Aufführung verarbeiten soll, was sicherlich an einem kurzen Abend schwerer fällt, als wenn man das Buch liest. Ich habe es nicht geschafft, allem zu folgen. Vielleicht lag es an mir. Zu Beginn zieht Anna Drexler – in ihrer Rolle als die Übersetzerin – eine Plastikfolie vom Theaterboden. Sie enthüllt damit die Doppelbödigkeit des Asylystems. Recht aussagekräftig ist folgende Textstelle (ich habe sie im Nachgang dem Sprechtext des Stückes entnommen):

“Ich hatte Lust, ihm (Anm: Herrn K., der die festgenommene Übersetzerin vernimmt, nachdem sie aus “Wut und Angst” einem Asylsuchemden in der U-Bahn mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen hatte) zu erzählen, wie ich gelernt hatte, das Elend zu meiden, mich auf dem Absatz umzudrehen, die Brücken hinter mir einzureißen. Ich hatte Lust, ihm zu sagen, dass diese Leute ihr Land verlassen wie Ratten ein untergehendes Schiff und dass ich sie insgeheim verstehen konnte.”

Hintergrund: Sie sieht in ihren Verfahren immer wieder, dass die Asylsuchenden Asylgründe nennen, aber eigentlich Wirtschaftsflüchtlinge sind. Lügensystem nennt sie das Asylsystem. Und die Härte der Beamten oder Richter – die die Wahrheit hören wollen – zerreißt die Dolmetscherin persönlich. Sie hat es geschafft. Sie hat Asyl bekommen. Ist damit aber getrennt von ihrer Heimat. Sie “hat die Tür zugeschlagen”. Sie ist nur andererseits auch nicht zu Hause dort, wo sie lebt. Und sie sieht und kennt die wirtschaftlichen oder ökologischen Notlagen der Asylsuchenden. Das ganze Asylsystem gehe an diesen Problemen vorbei, könnte es heißen. Damit hat die Übersetzerin ihr großes Problem.

Aber warum der Titel? Es bleibt – vor allem mit solchen Vorüberlegungen – ein sehenswertes Stück. Vielleicht spielt Anna Drexler im Laufe der Zeit auch noch intensiver. Sie neigt ja zu Zurückhaltung, was manchmal wunderbar ist.

THEATER: Milo Rau – LENIN

Ich habe Wattestäbchen gekauft! Auf der Packung steht: “It’s the little things in life”. Andererseits habe ich das Stück LENIN von Milo Rau an der Berliner Schaubühne gesehen. Und Lenin und seine Idee waren alles andere als “little”. Die Revolution musste für ihn weltweit sein, erst dann wäre sie gelungen. Etwas größeres gab es eigentlich in den letzten 100 Jahren nicht. Größer als jedes Wattestäbchen.

100 Jahre nach der Oktoberrevolution 1917 in der Sowjetunion hat Milo Rau “LENIN” inszeniert. Im Programmheft (eher ein Programmbuch mit interessanten Einblicken zu Lenin und Trotzki, auch mit dem gesamten Text der Inszenierung!) sagt Milo Rau: “Ich warte schon seit meiner Jugend auf dieses Jubiläumsjahr.” Und: “Über die Jahrzehnte habe ich Dutzende, vielleicht hunderte von Büchern gelesen über die russische Revolution, ihre Folgen, ihre Gründe.

Wie will man die komplexe Geschichte Lenins und damit Russlands und des Kommunismus einfangen? Milo Rau stellt  einen der im Grunde letzten Lebenstage Lenins auf einer Datscha dar. Eine sich durchgehend ganz langsam drehende Bühne, düstere Stimmung, vier Räume, die einzeln immer wieder zum Vorschein kommen. Gleichzeitig sieht man das Geschehen auf einer großen Leinwand über der Bühne. Wunderbare Nahaufnahmen, Lenin, Trotzki, Stalin, Lenins Frau, ein Arzt, ein Leibwächter etc. Man spürt vor allem geradezu: Die Zeit war stehen geblieben. So wird es gespielt, ein beeindruckendes Gefühl. Die Zeit war stehen geblieben, weil sich plötzlich Wissenschaft (Lenin hatte in der Schweiz Hegel gelesen), Idee, Politik, persönliche Schicksal, die Kleinheit des Lebens, Brutalität, Liebe, alles vor dem völlig hilflosen Lenin auftürmte. Er wurde mehr und mehr vom ZK abgeschnitten, Stalin bereitete sich bereits vor. Das Menschenleben Lenins und damit die Idee Lenins wurden immer unbedeutender. Er wollte Stalin noch verhindern.

Verbunden war es mit typischen Elementen von Milo Rau: Lenin wird gespielt von einer Frau, von Ursina Lardi. Denn es wird gefragt: Muss Lenin überhaupt aussehen wie Lenin? Es gebe sowieso nichts Gleiches im Leben. Eine der Theaterfragen Rau’s. Derartige Fragen schwingen ja oft bei ihm mit (Was kann Theater, was können Schauspieler, wie ist das Verhältnis Schauspieler – Theater – Publikum? Vgl. Five Easy Pieces, vgl. Die 100 Tage von Sodom): Und neben der Tribüne ein Schminktisch, an dem der ein oder andere Schauspieler zwischenzeitlich sitzt. Und als Schauspieler aus einer realen Erinnerung erzählt. Bis hin zur RAF. Einmal erzählt Trotzki von einer Aufführung im Burgtheater (“Frühlings Erwachen”), eigentlich redet aber der Schauspieler persönlich.

Wie gesagt: Man merkt, die Zeit war für einen Tag stehen geblieben. Und genau das kommt wunderbar rüber. Ich fand vor allem Ursina Lardi super. Kurz dachte ich nur: Sie ist ja fast zu perfekt, die Inszenierung! Es driftet ja fast in Kitsch ab! Aber nur fast.

Also der Tenor: Was waren Lenin und seine Idee schon wert nach seinem Tod? Obwohl die Idee der Gleichheit ja irgendwie viel Berechtigung hat. Es war ein Wahnsinnsidealismus, von dem Russland getroffen wurde. Es ist und bleibt ein besonderes Schicksal Russlands. Andererseits: Wo ist Idealismus heute?

Copyright des Beitragsbildes: Thomas Aurin

THEATER: Didier Eribon – Rückkehr nach Reims

Das Buch: Rückkehr nach Reims. Der Autor: Didier Eribon. An der Berliner Schaubühne gibt es derzeit das Theaterstück dazu. Gleicher Titel. Das Theaterstück ist zum Berliner Theatertreffen 2018 im Mai eingeladen. Die zehn bemerkenswertesten Stücke deutschsprachige Bühnen werden ja jedes Jahr dorthin eingeladen. Highlights des Jahres!

“Das Erstarken der rechten Politik ist ein Versagen der linken Politik”, ist die Kernaussage des Buches von Didier Eribon. Eribon schildert die Entwicklung aus der Beobachterperspektive am Beispiel Frankreichs, am Beispiel seiner Familie, am Beispiel des Aufkommens von Le Pen. Aber auch in Deutschland ist es – AfD – wohl ähnlich. Ein sehr aktuelles Thema: Mit was identifizieren sich diejenigen, die sich abgehängt fühlen? Warum mit den Rechten, den Nationalisten? Warum so nationalistisch?

Didier Eribon war schon Monate zuvor zu einem Gespräch über sein Buch an den Münchner Kammerspielen. Zusammen mit Edouard Louis, der – mindestens eine Generation jünger – aktuell ein sehr ähnliches Buch geschrieben hatte (“Das Ende von Eddy”). Zum selben Thema.

Zum Buch: Es erregte in Frankreich großes Aufsehen und wurde vor wenigen Jahren ins Deutsche übersetzt. Eribon war in ärmlichen Verhältnissen in Reims aufgewachsen. Er – auch seine Homosexualität spricht er an – hat sich nach der schwierigen Kindheits- und Jugendzeit vom sozialen Status seiner Wohngegend und seiner Familie distanziert – vielleicht auch wegen seiner Homosexualität – und kam erst viel später nach Reims zurück. Vielleicht war es schlechtes Gewissen. Er sagt jedenfalls in der Inszenierung – die keine wortidentische Lesung aus dem Buch war -, dass sein kulturelles Leben natürlich auch elitär sei.

Zur Inszenierung: Eine sehr gelungene Mischung aus Dokumentation und Theater. Man sieht komplett durchgehend auf großer Leinwand über der Bühne einen Film zum Buch. Man erlebt damit – wohl wie im Buch – sehr Persönliches, sehr Konkretes von Didier Eribon über seine Jugend, seine Mutter, aeine Wohngegend und daneben insgesamt über die Arbeiterbewegung der vergangenen 50 Jahre, die Zeit der linken Regierungen in Europa (Mitterand, Schmidt, Schröder, Italien, Spanien etc). Gezeigt wird, dass die ursprünglich so systemkritischen Intentionen der “Arbeiterklasse” – 68er Generation etc. – gerade dadurch vom System aufgesaugt und zerstört wurden, dass sie, die Linken, an die Regierung kamen und dann nur noch an “Schräubchen drehten”, über “Gerechtigkeit” redeten etc. Ihr Vorgehen war nicht mehr systemkritisch.

Nina Hoss spielt weitgehend sich selbst. Sie erzählt am Ende auch von ihrem wahren Vater. Die Einfachheit der Inszenierung ist verblüffend, in einem Aufnahmestudio soll sie den Text zu einem Film über das Buch von Eribon sprechen, den man auf der Leinwand sieht. Von Zeit zu Zeit kommt der Aufnahmeleiter ins Studio – auf die offene Bühne – und beide reden über Aspekte des Buches. Als würden sie fast ohne “Vorgaben” diskutieren, sehr gelungen.

Mein Eindruck nur: Ich war nach der Aufführung verunsichert. Sehr viel wird berichtet über die Generation der Eltern von Didier Eribon, ebenso über die Eltern von Nina Hoss – genauer: Über den Vater, der in der DDR eine kommunistische Ausbildung absolvierte. Doch meine Erachtens bleibt zu unberücksichtigt, dass es diese Arbeiterschicht der früheren Generationen so heute nicht mehr gibt. Die Themen der damaligen Arbeitermilieus haben sich doch leicht verändert. Es sind nicht mehr diese alten Arbeitermilieus, die jetzt Le Pen oder AfD wählen. Das ist ja das Problem der Linken! Die Probleme haben sich verlagert, weg vom Thema “Ausbeutung”. Es ist doch heute ein Gefühl des Abgehängtseins in vielen Situationen. Mehr “arm und reich” statt “Arbeiter und Arbeitgeber”. Das mag Eribon auch so sehen, in der Inszenierung ist genau hier aber eine Lücke in der Diskussion. Insoweit kommt Eribon vielleicht doch etwas zu einfach von den damaligen Arbeiterschichten auf Le Pen und AfD. 

Insgesamt aber eine absolut lohnenswerte Inszenierung, das Thema brennt ja.

Copyright des Beitragsbildes: Arno Declair

 

POLITIK: mut

Wie oft hört man Sätze wie: “Es muss sich einiges ändern!” Gut, die CSU möchte in Bayern offenbar lieber Ruhe haben und lehnt es beispielsweise ab, einem diskursiven Kopf wie Matthias Lilienthal den Intendantenvertrag bei den Münchner Kammerspielen zu verlängern (HIER die Meldung mit Kommentar).

Man will keinen Diskurs? Ich meine: Es gibt viele Themen, die nicht unbedingt wortlos der CSU überlassen werden müssen. Diskurs ist immer gut! Einiges sollte deutlicher zur Sprache kommen. Es ist einfach ein Zeichen der Zeit. Es geht darum, die Spaltung der Gesellschaft zwischen “arm” und “reich” aufzuhalten. Es darf keine “Verlierer” geben. Und es geht darum, sich diesem europaweiten Rechtsruck in Politik und Gesellschaft  entgegenzustellen. Einiges ließe sich ja schwer zurückdrehen.

Also: Es hat sich kürzlich in Bayern die Partei mut gegründet – ich hatte schon einmal darüber geschrieben. Zur Partei mut wurde die ursprüngliche Bewegung “ZEIT ZU HANDELN” durch Claudia Stamm, ehemalige Landtagsabgeordnete der GRÜNEN, und Stephan Lessenich, Professor für Soziologie. Sein interessantes und schonungsloses Buch “Neben uns die Sintflut” stellte er vor einiger Zeit in den Kammerspielen vor.

In vielen Bereichen drohen soziale und menschenwürdige Gesichtspunkte “unter den Tisch zu fallen” – auch angesichts des in manchen Bereichen schon sehr deutlich festzustellenden Rechtsrucks in Bayern! Wohnen, Altersarmut, Pflegesituation, Flüchtlinge, Arbeit, die Liste der Themen, in denen die politische Herangehensweise nicht mehr schön ist, ist lang. Viel lässt sich schlicht daran festmachen, dass wir uns vielleicht abgewöhnen, jedem Menschen in jeder Hinsicht sein großes Maß an Menschenwürde zuzugestehen. Daran gilt es zu arbeiten! Und man muss keine besondere politisch gefärbte Einstellung vor sich hertragen, um diese Themen beachten zu wollen.

Besucht einen der Stammtische oder der anderen Aktionen, die derzeit in Bayern von der Partei mut organisiert werden. HIER ein Überblick über alle aktuellen Termine. Etwa gibt es den Termin in München am 10. April 2018, 20.00 Uhr, (HIER der link): Ein Benefizabend mit Musik, Kabarett, Diskussion etc. im Fraunhofer – Theater. Politik und Kultur.

Claudia Stamm sagt:

mut hat sich gegründet, um Politik zu machen, die wirklich Wert auf Menschenwürde und Demokratie legt. Dem auch in Bayern festzustellenden Rechtsruck sollte man nicht tatenlos zusehen!Unser Ziel ist es dabei auch, diese Kraft in den bayerischen Landtag zu bringen. Unserer Meinung nach ist es wichtig, gerade in Bayern wieder eine politische Kraft zu haben, die sich klar und deutlich der teils menschenverachtenden Politik der Mehrheitspartei entgegenstellt.”

HIER DIE WEBSITE der Partei. Einfach ansehen und teilen – Facebook etc. Die Landtagswahl in Bayern rückt ja näher (Oktober).

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